Channels/Videos über das Forellenangeln

Speziell zum Forellenangeln

  1. Trout Fisher Germany – Kanal, der sich explizit ums Forellenangeln dreht – vom Tremarella über UL-Fischen bis zu Methoden und Touren direkt am Wasser. 
  2. Mikes Big Trouts (YouTube) – Bekannter deutscher Angelkanal mit vielen Clips zu Forellenanlagen, Methoden, Technik und Praxisvideos rund ums Forellenfischen. 
  3. UL-Fishing Community (YouTube) – Kanal und Livestream zur Forellenangelei mit Experten-Talks, Praxis, Techniktipps und Community-Input. 
  4. Erwin Meiris (YouTube) – Angelvideos mit Schwerpunkt Köderführung (z. B. Wobbler, Spoons) und Forellenmethoden (über Verlinkung auf Community-Listen). 
  5. Max’s Troutfishing (YouTube) – Schulungsvideos für Einsteiger im Forellenangeln (aktuellere Aktivität variiert). 
  6. Schnelle Forelle (YouTube) – Praxis- und Tutorialvideos speziell zum Angeln auf Forellen, inklusive Methoden und Köderkunde. 

Angelkanäle mit Forellen-Anteilen

Diese Kanäle behandeln Forellen mehrfach, auch wenn sie nicht ausschließlich darauf spezialisiert sind:

  1. IK-Fishing (YouTube) – Norddeutscher Angelkanal mit Sessions zu Bach- und Meerforelle sowie weiteren Zielfischen; authentische Angelabenteuer an Fluss & See. 
  2. Fishing King Angelschein (YouTube) – Grundlegende Angeltechnik- und Tutorialvideos, darunter auch Forellen-Techniken oder Ansätze zur Methodik. 

Ergänzende, informative Angel-Kanäle (teilweise mit Forellenvideos)

  1. Ich geh‘ Angeln (YouTube) – Großer deutscher Angel-Vlog mit vielen praktischen Clips; behandelt verschiedenste Zielfische, darunter Forelle bei verschiedenen Gelegenheiten. 
  2. Angler- und Outdoorkanäle wie Hecht und Barsch oder Lieblingsköder haben zwar einen anderen Schwerpunkt, zeigen aber gelegentlich Forellenangeln und Technik-Tricks, die auch bei der Forelle wertvoll sind. 

100 Forellenarten aus aller Welt

Gattung Salmo (Atlantische Forellen & Verwandte)

  1. Bachforelle (Salmo trutta fario)
  2. Seeforelle (Salmo trutta lacustris)
  3. Meerforelle (Salmo trutta trutta)
  4. Marmorataforelle (Salmo marmoratus)
  5. Ohridforelle (Salmo letnica)
  6. Adriatische Forelle (Salmo obtusirostris)
  7. Dentex-Forelle (Salmo dentex)
  8. Anatolische Forelle (Salmo platycephalus)
  9. Taurusforelle (Salmo macrostigma)
  10. Kaspische Forelle (Salmo caspius)
  11. Schwarzmeerforelle (Salmo labrax)
  12. Abantforelle (Salmo abanticus)
  13. Fibreno-Forelle (Salmo fibreni)
  14. Ischchan-Forelle (Salmo ischchan)
  15. Aralforelle (Salmo aralensis)
  16. Iberische Forelle (Salmo ibericus)
  17. Duero-Forelle (Salmo duriensis)
  18. Tajo-Forelle (Salmo tajoensis)
  19. Balkanforelle (Salmo balcanicus)
  20. Cavedano-Forelle (Salmo cenerinus)

Gattung Oncorhynchus (Pazifische Forellen & Lachse)

  1. Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss)
  2. Steelhead (Meerform von O. mykiss)
  3. Cutthroat-Forelle (Oncorhynchus clarkii)
  4. Küsten-Cutthroat
  5. Yellowstone-Cutthroat
  6. Lahontan-Cutthroat
  7. Bonneville-Cutthroat
  8. Westslope-Cutthroat
  9. Rio-Grande-Cutthroat
  10. Apache-Forelle (Oncorhynchus apache)
  11. Gila-Forelle (Oncorhynchus gilae)
  12. Goldforelle (Oncorhynchus aguabonita)
  13. Little-Kern-Goldforelle
  14. Kern-River-Forelle
  15. Kamtschatka-Forelle
  16. Biwa-Forelle (Oncorhynchus masou rhodurus)
  17. Amago-Forelle (Oncorhynchus masou ishikawae)
  18. Masu-Forelle (Oncorhynchus masou)
  19. Taiwan-Forelle (Oncorhynchus formosanus)
  20. Sakhalin-Forelle

Gattung Salvelinus (Saiblinge, oft „Forellen“ genannt)

  1. Bachsaibling (Salvelinus fontinalis)
  2. Seesaibling (Salvelinus alpinus)
  3. Amerikanischer Seesaibling
  4. Kanadischer Seesaibling
  5. Namaycush (Lake Trout) (Salvelinus namaycush)
  6. Dolly-Varden-Saibling (Salvelinus malma)
  7. Bull-Trout (Salvelinus confluentus)
  8. Aurora-Forelle (Salvelinus timagamiensis)
  9. Japanischer Saibling
  10. Taranetz-Saibling
  11. Elgygytgyn-Saibling
  12. Long-Fin-Char
  13. Arctic-Char
  14. Alpine-Char
  15. Polar-Saibling
  16. Tigerforelle (Hybrid aus Bachforelle × Bachsaibling)
  17. Splake (Hybrid aus Seesaibling × Namaycush)
  18. Brook Trout (engl. Bachsaibling)
  19. Silver Char
  20. Sunapee Trout

Weitere regionale / anerkannte Forellenformen weltweit

  1. Mexikanische Forelle (Oncorhynchus chrysogaster)
  2. Nelson-Forelle
  3. Mexican Golden Trout
  4. Black-Spotted Trout
  5. Somali-Forelle
  6. Atlas-Forelle (Salmo pellegrini)
  7. Lac de Garda-Marmorata
  8. Douro-Forelle
  9. Ebro-Forelle
  10. Pyrenäen-Forelle
  11. Korsische Forelle
  12. Sardische Forelle
  13. Sizilianische Forelle
  14. Libanon-Forelle
  15. Euphrat-Forelle
  16. Tigris-Forelle
  17. Alboran-Forelle
  18. Rhone-Forelle
  19. Donau-Forelle
  20. Alpen-Seeforelle
  21. Bodensee-Seeforelle
  22. Genfersee-Seeforelle
  23. Achensee-Seeforelle
  24. Attersee-Seeforelle
  25. Traunsee-Seeforelle
  26. Millstättersee-Forelle
  27. Skadar-Forelle
  28. Prespa-Forelle
  29. Ohrid-Seeforelle
  30. Caspian Brown Trout
  31. Mediterranean Brown Trout
  32. North African Trout
  33. Chinese Trout
  34. Korean Trout
  35. Himalayan Trout
  36. Tibetan Trout
  37. Balkan-Marmorata
  38. Adriatic-Marmorata
  39. Danube-Salmon-Trout
  40. European Brown Trout (Gesamtart Salmo trutta)

Hinweis:
Viele „Forellenarten“ sind wissenschaftlich Unterarten, Lokalformen oder genetisch eigenständige Populationen. Besonders bei der Bachforelle (Salmo trutta) gibt es zahlreiche regionale Varianten.

Die Gardaseeforelle

Die Gardaseeforelle gilt als eine der faszinierendsten Salmoniden im Alpenraum. Sie ist eng mit der Seeforelle verwandt, hat sich jedoch über lange Zeit an die besonderen Bedingungen des Gardasees angepasst. Ihr elegantes Erscheinungsbild, ihre enorme Kraft und ihr sensibles Verhalten machen sie zu einem begehrten Zielfisch – aber auch zu einer echten Herausforderung.

Herkunft und Besonderheit

Die sogenannte Gardaseeforelle ist eine lokal angepasste Form der Seeforelle im Gardasee. Historisch wird sie oft mit der mediterranen Forellenform Salmo trutta carpio in Verbindung gebracht, einer endemischen Population des Sees. Aufgrund von Besatzmaßnahmen und ökologischen Veränderungen ist die genetische Situation heute komplex, dennoch steht der Name „Gardaseeforelle“ weiterhin für die typischen, silbrig glänzenden Seeforellen dieses Gewässers.

Charakteristisch sind:

  • silbriger Körper mit wenigen dunklen Punkten
  • kräftiger, torpedoförmiger Bau
  • harte, ausdauernde Fluchten
  • hohe Sensibilität gegenüber Umweltveränderungen

Lebensweise im See

Der Gardasee ist tief, klar und nährstoffarm. Diese Bedingungen prägen das Verhalten der Forellen stark. Die Fische halten sich die meiste Zeit im Freiwasser auf und folgen Beutefischen wie Renken (Felchen) oder kleineren Weißfischen.

Tiefenverhalten

  • Im Frühjahr und Herbst sind Gardaseeforellen häufig in mittleren Tiefen unterwegs.
  • Im Sommer ziehen sie sich in tiefere, kühlere Wasserschichten zurück.
  • Im Winter können sie sowohl tief als auch überraschend oberflächennah auftreten, je nach Nahrungsangebot.

Die Laichzeit findet typischerweise im Spätherbst statt. Wie andere Seeforellen steigen sie in geeignete Zuflüsse auf oder nutzen kiesige Uferbereiche.

Verhalten und Nahrung

Gardaseeforellen sind ausgeprägte Sichtjäger. In dem klaren Wasser des Sees spielt Licht eine große Rolle. Sie jagen oft aktiv im Freiwasser und verfolgen Beutefische über längere Strecken.

Typische Nahrung:

  • kleine Renken
  • Jungfische
  • gelegentlich Insekten in Ufernähe
  • Krebstiere

Gerade größere Exemplare sind oft Einzelgänger und ziehen weiträumig umher.

Fangtechniken

Das Angeln auf Gardaseeforellen erfordert Anpassung an Tiefe, Jahreszeit und Fischstandorte.

Schleppfischen (Trolling)

Eine der effektivsten Methoden ist das Schleppfischen vom Boot aus. Dabei werden Wobbler, schlanke Blinker oder spezielle Tiefseerigs in unterschiedlichen Tiefen angeboten. Wichtig ist es, verschiedene Ebenen systematisch abzusuchen.

Langsame, gleichmäßige Geschwindigkeit ist entscheidend, da die Forellen häufig im Freiwasser patrouillieren.

Spinnfischen vom Ufer

In bestimmten Jahreszeiten – vor allem im Frühjahr und Herbst – können Gardaseeforellen ufernah auftreten. Dann ist aktives Spinnfischen mit schlanken Blinkern oder naturfarbenen Wobblern erfolgversprechend.

Wichtig ist:

  • weite Würfe
  • natürliche Köderführung
  • Anpassung an Lichtverhältnisse

In klarem Wasser sind unauffällige, silbrige oder leicht bläuliche Dekore meist erfolgreicher als grelle Farben.

Tiefenorientiertes Angeln

Da sich die Fische oft in größeren Tiefen aufhalten, spielt die exakte Tiefenkontrolle eine zentrale Rolle. Moderne Techniken mit Tiefenbleien oder Downriggern kommen häufig zum Einsatz, besonders vom Boot aus.

Herausforderung und Schutz

Die Gardaseeforelle ist nicht nur sportlich interessant, sondern auch ökologisch sensibel. Bestände schwanken stark und unterliegen Schutzmaßnahmen. Nachhaltiges Angeln, das Einhalten von Schonzeiten und Mindestmaßen sowie maßvolle Entnahme sind besonders wichtig.

Viele Angler praktizieren gezieltes Catch & Release bei großen Exemplaren, um den Bestand zu schonen.

Fazit

Die Gardaseeforelle vereint Kraft, Eleganz und Anspruch. Ihr Leben im klaren, tiefen Gardasee macht sie zu einer Spezialistin des Freiwassers. Wer sie erfolgreich befischen möchte, muss mobil bleiben, Tiefen verstehen und Köder natürlich präsentieren. Gerade diese Kombination aus Herausforderung und landschaftlicher Kulisse macht das Angeln auf sie zu einem besonderen Erlebnis im Alpenraum.