Schonzeiten für Forellenartige

Bayern (Deutschland)

In Bayern gelten laut der Bayerischen Fischereiverordnung (AVBayFiG/AVBayFig) für einige forellenartige Arten folgende Schonzeiten: 

Forellenartige Fischarten

  • Bachforelle (Salmo trutta forma fario): Schonzeit 01.10. – 28.02. (26 cm Mindestmaß) 
  • Bachsaibling: Schonzeit 01.10. – 28.02. (20 cm Mindestmaß) 
  • Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss): laut verschiedenen Tabellen teils 15.12. – 15.04., aber die gesetzliche AVBayFiG gibt keine generelle Schonzeit vor – hier gilt meist die Gewässerordnung des jeweiligen Inhabers des Fischereirechts. 
  • Seeforelle und andere Seeforellenformen: je nach Gewässer oft Schonzeit in etwa 01.10. – 10.01. oder bis 28.02.(60 cm Mindestmaß). 

Kurz gesagt: In Bayern ist die Zeit von Anfang Oktober bis Ende Februar (bei manchen Regenbogenformen bis Mitte April) der Zeitraum, in dem viele forellenartige Fische geschützt sind – primär um die Laichzeit ungestört zu lassen. 

Deutschland (bundesweit)

Weil Fischereirecht in Deutschland Ländersache ist, unterscheiden sich die Schonzeiten für forellenartige Fische teils deutlich von Bundesland zu Bundesland. Eine grobe Übersicht für Forellenarten zeigt, dass folgende Zeiträume üblich sind: 

Bachforelle / Regenbogenforelle – grobe bundesweite Richtwerte

  • Baden-Württemberg: 01.10. – 28.02.
  • Bayern: 01.10. – 28.02. (Regenbogenforelle teils bis 15.03./15.04.)
  • Brandenburg: 01.10. – 15.03.
  • Bremen / Hamburg: 15.10. – 15.02.
  • Hessen / Thüringen: meist 01.10. – 31.03.
  • Mecklenburg-Vorpommern: bereits ab 15.09. – 14.03.
  • Nordrhein-Westfalen: häufig 20.10. – 15.03.
  • Schleswig-Holstein: 15.10. – 28.02.
    (Teilweise ohne Schonzeit für Regenbogenforelle in einzelnen Bundesländern). 

Fazit bundesweit: Die Herbst-/Wintermonate von Oktober bis etwa Ende Februar/März sind die gängigen Schonzeiten für Forellenbestandteile im Großteil Deutschlands – genaue Termine aber immer im jeweiligen Fischerei- oder Gewässerrecht prüfen. 

Österreich

In Österreich sind die Schonzeiten ebenfalls Landessache bzw. oft abhängig von Fischereiordnungen der Gewässerbetreiber. Es gibt keine komplett einheitliche bundesweite Regelung, aber typische Bestimmungen für forellenartige Arten lauten etwa so: 

Vorfeld-Regeln (gesetzliche Ordnungen):

  • Bachforelle (Salmo trutta fario): Schonzeit etwa 01.09./01.10. – 15.03. oder ähnlich je nach Bundesland/Seehöhe; Mindestmaß meist ~25–26 cm. 
  • Bachsaibling: Schonzeit etwa 16.09. – 15.03. (je nach Region) 
  • Regenbogenforelle: teils 01.01. –15.03. bzw. kann auch in manchen Regionen kaum oder gar keine Schonzeit haben (abhängig vom Gewässer). 
  • Seeforelle: Schonzeit regional unterschiedlich, etwa 1.10.–31.12. oder entsprechend laut Gewässer. 

Beispiele regionaler Bestimmungen:

  • In Teilen Österreichs gilt für Bachforelle eine Schonzeit 01.10. – 28.02. und für Regenbogenforelle 01.01. – 31.03.laut bestimmter Fischereivereinsordnungen. 
  • In Seen wie dem Bodensee gelten für seeforellartige Fische ebenfalls spezielle Zeiträume, z. B. 15.07. – 31.01. für Seeforelle. 

Kurzfazit Österreich: Auch hier gilt meist ein Schonzeitraum im Herbst/Winter für Forellenarten – oft von Anfang Oktober/September bis März (regional teils variierend). Genaues Datum ist von Bundesland, Gewässer und Fischart abhängig. 

Wichtige Hinweise

  • Diese Angaben stellen Richtwerte dar – die verbindlichen Schonzeiten sind in den örtlichen Fischerei- oder Gewässerordnungen festgelegt und können davon abweichen.
  • In Österreich kann der Bewirtschafter eines Gewässers strengere Schonzeiten/Mindestmaße festlegen als die Landesverordnung. 
  • In Deutschland (Bayern) beginnt die Schonzeit einzelner Forellenformen am 1. Oktober und endet meist um Ende Februar / Mitte März / Mitte April, je nach Art und Gewässerordnung. 

Alle Angaben ohne Gewähr!

Spoon-Fischen auf Forellen im Winter

Das Spoon-Fischen auf Forellen im Winter ist eine äußerst effektive Methode, wenn man die Besonderheiten der kalten Jahreszeit versteht und sein Vorgehen entsprechend anpasst. Gerade bei niedrigen Wassertemperaturen reagieren Forellen oft träge und energie­bewusst – genau hier spielen Spoons ihre Stärken aus. Durch ihr feines Spiel, die langsame Absinkphase und die Möglichkeit einer sehr kontrollierten Führung lassen sie sich perfekt auf das reduzierte Aktivitätsniveau der Fische abstimmen.

Im Winter stehen Forellen häufig tiefer und suchen Bereiche mit geringer Strömung oder gleichmäßiger Temperatur auf. In Fließgewässern sind das Gumpen, strömungsberuhigte Zonen oder tiefe Rinnen, in Seen eher mittlere bis tiefere Wasserschichten. Spoons eignen sich hervorragend, um genau diese Bereiche systematisch abzusuchen. Entscheidend ist dabei eine langsame, gleichmäßige Köderführung. Hektische Bewegungen wirken in kaltem Wasser oft unnatürlich. Stattdessen sollte der Spoon mit ruhigem Einkurbeln, gelegentlichen Stopps und bewusst eingelegten Absinkphasen präsentiert werden. Gerade in diesen Momenten des Taumelns erfolgt ein Großteil der Bisse.

Bei der Köderwahl sind im Winter meist kleinere und leichtere Modelle im Vorteil. Spoons zwischen etwa 1,5 und 4 Gramm decken viele Situationen ab, je nach Gewässertiefe und Strömung. Dezente, natürliche Farben funktionieren besonders gut in klarem Winterwasser – Silber, Gold, Kupfer oder natürliche Dekore imitieren kleine Beutefische oder Insektenlarven. An trüben Tagen oder in leicht eingetrübtem Wasser können hingegen auffälligere Farben zusätzliche Reize setzen. Wichtig ist, verschiedene Varianten dabeizuhaben und systematisch zu testen, bis man die bevorzugte Farbe und Lauftiefe gefunden hat.

Das passende Equipment spielt eine zentrale Rolle. Eine feine, parabolisch bis semiparabolisch arbeitende Spoon- oder Ultraleicht-Rute mit einem Wurfgewicht im unteren Bereich ermöglicht weite und präzise Würfe selbst mit leichten Ködern. Die weiche Aktion hilft zudem, vorsichtige Winterbisse abzufedern und Aussteiger zu vermeiden. Eine kleine, fein einstellbare Stationärrolle in Kombination mit dünner geflochtener Schnur sorgt für direkten Kontakt zum Köder. Ein Fluorocarbon-Vorfach erhöht die Unauffälligkeit im klaren Wasser und bietet zusätzlichen Abriebschutz.

Im Winter sind die Bisse oft sehr subtil. Häufig spürt man lediglich ein leichtes „Ticken“ oder einen minimalen Widerstand. Deshalb ist es wichtig, konzentriert zu fischen und jederzeit Kontakt zum Köder zu halten. Eine leicht gespannte Schnur während der Absinkphase hilft, selbst vorsichtige Attacken wahrzunehmen. Der Anhieb sollte nicht übertrieben hart ausfallen – meist genügt ein kontrolliertes Anheben der Rute, um den Haken sicher zu setzen.

Auch die Geschwindigkeit ist ein Schlüsselfaktor. Grundsätzlich gilt: lieber zu langsam als zu schnell. Wenn man das Gefühl hat, bereits langsam zu fischen, kann man das Tempo oft noch weiter reduzieren. Kurze Spinnstopps, langsames Anjiggen oder leichtes Zittern mit der Rutenspitze können zusätzliche Reize setzen, ohne die Forelle zu überfordern.

Nicht zuletzt sollte man im Winter besonders auf einen schonenden Umgang mit dem Fisch achten. Kaltes Wasser bedeutet zwar höheren Sauerstoffgehalt, aber die Regenerationsfähigkeit ist eingeschränkt. Kurze Drills mit gut abgestimmtem Gerät, nasse Hände beim Anfassen und eine schnelle Rücksetzung schonen den Bestand.

Das Spoon-Fischen im Winter verlangt Geduld, feines Gespür und eine ruhige Herangehensweise. Wer bereit ist, sich auf die Bedingungen einzulassen und präzise zu arbeiten, wird jedoch feststellen, dass gerade die kalte Jahreszeit überraschend gute Chancen auf schöne Forellen bietet – und jeder vorsichtige Winterbiss zu einem besonders intensiven Erlebnis wird.

Forellenfischen im Winter

Das Forellenfischen im Winter hat seinen ganz eigenen Reiz. Klare, kalte Luft, oft menschenleere Gewässer und eine besondere Ruhe am Wasser schaffen eine Atmosphäre, die viele Angler besonders schätzen. Gleichzeitig stellt die kalte Jahreszeit deutlich höhere Anforderungen an Technik, Taktik und Ausrüstung. Wer die Besonderheiten des Winters versteht und sich darauf einstellt, kann auch in der kalten Saison erfolgreich auf Forelle angeln.

Im Winter sinkt die Wassertemperatur deutlich, und damit verlangsamt sich auch der Stoffwechsel der Forellen. Die Fische sind weniger aktiv, fressen seltener und bewegen sich deutlich energiesparender als in den wärmeren Monaten. Das bedeutet für den Angler vor allem eines: langsamer fischen. Köder sollten deutlich ruhiger und kontrollierter geführt werden. Hektische Bewegungen oder aggressive Führungsstile schrecken eher ab, als dass sie einen Biss provozieren. Besonders wichtig ist es, dem Köder viel Zeit im Sichtfeld der Forelle zu geben.

Die Standortwahl spielt im Winter eine zentrale Rolle. Forellen suchen nun bevorzugt tiefere, strömungsärmere Bereiche auf, in denen sie Energie sparen können. In Flüssen sind das häufig Gumpen, tiefe Rinnen, Kehrwasser oder Bereiche hinter größeren Steinen. In Seen halten sich Forellen oft in mittleren bis tieferen Wasserschichten auf, wo die Temperatur konstanter ist. Sonnige Tage können zudem flachere Bereiche kurzzeitig interessanter machen, da sich das Wasser dort minimal erwärmt.

Beim Equipment empfiehlt sich eine sensible und fein abgestimmte Ausrüstung. Eine leichte bis mittelleichte Rute mit sensibler Spitze hilft, auch vorsichtige Winterbisse zuverlässig zu erkennen. Da die Forellen oft nur zögerlich aufnehmen, sind feine Schnüre und dünne Vorfächer von Vorteil. Geflochtene Schnüre bieten eine sehr direkte Rückmeldung, sollten aber mit einem Fluorocarbon-Vorfach kombiniert werden, um im klaren Winterwasser möglichst unauffällig zu bleiben. Alternativ kann auch eine hochwertige monofile Schnur eine gute Wahl sein, da sie bei Minusgraden weniger anfällig für Vereisung ist.

Bei den Ködern sind kleinere und natürlich präsentierte Modelle oft erfolgreicher als große, auffällige Varianten. Kleine Gummifische, schlanke Wobbler, Spoons oder dezent geführte Spinner können sehr effektiv sein, wenn sie langsam und gleichmäßig angeboten werden. Auch das vertikale oder grundnahe Fischen bringt im Winter häufig Erfolg. Wichtig ist, regelmäßig die Tiefe zu variieren, bis man die aktive Zone der Fische gefunden hat.

Neben Technik und Taktik darf die persönliche Ausrüstung nicht unterschätzt werden. Warme, atmungsaktive Kleidung im Zwiebelsystem ist essenziell, um auch bei längeren Ansitzen oder langsamen Märschen am Gewässer komfortabel zu bleiben. Wasserdichte und isolierte Stiefel sorgen für warme Füße, was im Winter entscheidend für Konzentration und Ausdauer ist. Handschuhe mit freiliegenden Fingerspitzen ermöglichen präzises Arbeiten mit Ködern und Knoten, ohne dass die Hände komplett auskühlen. Zudem sollte man auf rutschfestes Schuhwerk achten, da vereiste Uferbereiche ein erhöhtes Unfallrisiko darstellen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der respektvolle Umgang mit den Fischen. In der kalten Jahreszeit regenerieren sich Forellen langsamer, weshalb ein besonders schonendes Handling wichtig ist. Kurze Drills mit gut abgestimmtem Gerät, nasse Hände beim Anfassen und eine möglichst schnelle Rücksetzung bei maßigen Fischen tragen dazu bei, den Stress für den Fisch gering zu halten.

Das Forellenfischen im Winter erfordert Geduld, Beobachtungsgabe und eine angepasste Strategie. Wer bereit ist, langsamer zu fischen, präziser zu arbeiten und sich auf die Bedingungen einzustellen, wird mit intensiven Naturerlebnissen und oft überraschend schönen Fängen belohnt. Gerade weil alles ruhiger ist, fühlt sich jeder Biss in der kalten Jahreszeit besonders an.