Saisonstart auf Seeforelle am Walchensee

Der Walchensee, oft als das „Bayerische Meer“ der Alpen bezeichnet, ist eines der spektakulärsten Reviere für die Jagd auf die Seeforelle – die „Königin der Alpen“. Zum Saisonstart verwandelt sich der See in ein Mekka für Spezialisten, die bei oft noch eisigen Temperaturen ihr Glück versuchen.

Hier ist alles, was du für die Saisoneröffnung 2026 wissen musst:

Der Saisonstart 2026

Wichtig: Seit 2025 wurde der Saisonbeginn gesetzlich angepasst. Die Schonzeit für die Seeforelle endet am 15. März.

  • Saisoneröffnung: 16. März 2026
  • Schonmaß Seeforelle: 60 cm (Strikte Einhaltung, da der Bestand geschützt werden soll).
  • Besonderheit: Im März und April darf zudem bis 23:00 Uhr auf Aalrutten (Quappen) gefischt werden.

Die aussichtsreichsten Spots

Im zeitigen Frühjahr stehen die Seeforellen meist noch recht flach oder patrouillieren an den steil abfallenden Kanten.

  1. Urfelder Bucht: Bekannt für ihre steilen Kanten. Hier ziehen die Fische oft nah am Ufer entlang.
  2. Sachenbacher Bucht: Ein Top-Spot, da hier das Wasser oft einen Tick wärmer ist und Nahrung (Laugen/Renken) anzieht.
  3. Einmündungen (z.B. Obernachkanal): Überall dort, wo Frischwasser und Nahrung in den See gespült werden, stehen die Chancen gut.
  4. Die „Galerie“ (Südufer): Die Felskanten entlang der Straße bieten direkten Zugang zu tiefem Wasser vom Ufer aus.
  5. Niedernacher Bucht: Flachere Bereiche, in denen sich das Wasser bei Sonnenschein schnell erwärmt.

Angeltechniken

Die Seeforelle ist im kalten März-Wasser zwar aktiv, aber wählerisch.

  • Vom Ufer (Spinnfischen): * Verwende schlanke Meerforellenblinker (15–25 g) oder schwere Wobbler.
    • Führung: Extrem variabel! Schnelle Kurbelumdrehungen gefolgt von Spinnstopps. Viele Bisse erfolgen in der Absinkphase.
    • Tipp: Nutze ein langes Fluorocarbon-Vorfach, da der See extrem klar ist.
  • Vom Boot (Schleppfischen):
    • Da E-Motoren verboten sind (nur Rudern erlaubt!), ist Ausdauer gefragt.
    • Köder: Schlanke Wobbler im Dekor „Laube“ oder „Renke“ sowie das klassische Plansee-System mit echtem Köderfisch (Elritze oder kleiner Barsch).
    • Tiefe: Im März fischen Profis oft sehr flach (0,5 bis 3 Meter Tiefe), da sich die Fische im oberflächennahen, sonnenerwärmten Wasser aufhalten.

Preise & Karten (Stand 2026)

Die Kartenpreise sind stabil geblieben, können aber je nach Verkaufsstelle leicht variieren.

KartentypPreis (ca.)
Tageskarte10,00 €
Wochenkarte38,00 € (ca. 36 € mit Gästekarte)
Monatskarte130,00 €
Jahreskarte250,00 € – 300,00 €
  • Ausgabestellen: Angelbedarf Edlinger (Walchensee), K. Asenstorfer (Urfeld), oder online via Portale wie hejfish.
  • Leihboote: Kosten ca. 10 € bis 16 € pro Tag (z.B. bei Edlinger oder in Urfeld). Reservierung zum Saisonstart dringend empfohlen!

Profi-Tipp für den Walchensee

Achte auf den Wind! Bei auflandigem Wind wird das Oberflächenwasser (und damit die Nahrung) ans Ufer gedrückt. Das sind die Momente, in denen die großen „Silberbarren“ direkt unter der Rutenspitze beißen können. Pack dich warm ein – der Wind am Walchensee im März ist legendär schneidend!

Alle Angaben ohne Gewähr

Die wichtigsten Forellenköder

Beim Forellenangeln entscheidet oft die richtige Köderwahl über Erfolg oder Misserfolg. Dabei gibt es nicht den einen perfekten Köder für jede Situation. Gewässertyp, Jahreszeit, Wassertemperatur, Strömung und Nahrungsangebot spielen eine entscheidende Rolle. Wer die Eigenschaften der wichtigsten Forellenköder kennt und weiß, wann und wie sie optimal eingesetzt werden, kann seine Fangchancen deutlich steigern.

Zu den Klassikern beim aktiven Forellenangeln gehört der Spinner. Durch sein rotierendes Blatt erzeugt er Druckwellen und Lichtreflexe, die besonders in leicht trübem Wasser oder bei aktiven Fischen starke Reize setzen. Spinner eignen sich hervorragend für Fließgewässer, da sie sich gut gegen die Strömung führen lassen. Wichtig ist eine gleichmäßige Führung mit ausreichend Spannung, damit das Blatt sauber rotiert. In kaltem Wasser sollte die Geschwindigkeit reduziert werden, während im Frühjahr oder Sommer auch etwas schneller geführte Modelle erfolgreich sein können.

Wobbler sind vielseitige Kunstköder, die kleine Beutefische imitieren. Sie sind in schwimmender, schwebender oder sinkender Ausführung erhältlich und erlauben es, unterschiedliche Wassertiefen gezielt abzufischen. Gerade größere Forellen reagieren häufig auf realistisch laufende Wobbler, insbesondere in Gewässern mit natürlichem Fischbestand. Kurze Spinnstopps und leichte Twitches mit der Rutenspitze verleihen dem Köder ein verletztes Beutefisch-Verhalten, was oft den entscheidenden Biss auslöst.

Spoons, also kleine gewölbte Metallblinker, haben sich vor allem in der ultraleichten Angelei etabliert. Ihr feines Taumeln in der Absinkphase spricht auch träge Forellen an. Besonders im Winter oder bei hohem Angeldruck sind kleine, unauffällige Spoons oft sehr effektiv. Sie werden meist langsam und gleichmäßig geführt, wobei Spinnstopps gezielt eingesetzt werden, um den Köder verführerisch absinken zu lassen.

Gummiköder bieten eine sehr natürliche Präsentation und sind in unterschiedlichsten Formen erhältlich – vom kleinen Twister bis zum schlanken Minnow. Am leichten Jigkopf oder mit Finesse-Montagen gefischt, eignen sie sich besonders für das langsame Absuchen tieferer Bereiche. Durch vorsichtiges Anjiggen oder eine bodennahe Führung lassen sich auch vorsichtige Fische zum Biss verleiten.

Beim Naturköderangeln zählen Wurm, Bienenmade oder Forellenteig zu den beliebtesten Varianten, vor allem an Forellenseen oder bei geringer Aktivität. Würmer können klassisch am Grund oder unter der Pose angeboten werden und wirken durch ihre natürliche Bewegung sehr überzeugend. Bienenmaden sind besonders bei vorsichtigen Fischen erfolgreich. Forellenteig erlaubt durch seine schwimmenden Eigenschaften eine Präsentation knapp über Grund, was gerade in stehenden Gewässern viele Bisse bringt.

Auch beim Fliegenfischen gibt es eine Vielzahl bewährter Muster. Trockenfliegen kommen zum Einsatz, wenn Forellen aktiv an der Oberfläche steigen. Nymphen imitieren Insektenlarven und werden meist in Grundnähe angeboten. Streamer wiederum ahmen kleine Fische nach und sprechen vor allem größere, räuberisch orientierte Forellen an. Die Wahl des richtigen Musters orientiert sich am aktuellen Insektenaufkommen und der Beobachtung am Wasser.

Entscheidend ist nicht nur die Köderart, sondern auch deren Anpassung an die jeweilige Situation. In klarem Wasser sind natürliche Farben oft erfolgreicher, während bei Trübung auffälligere Dekore Vorteile bringen. Ebenso spielt die Ködergröße eine Rolle: Bei kaltem Wasser oder stark befischten Gewässern sind kleinere Modelle meist im Vorteil, während im Frühjahr oder bei kapitalen Fischen auch größere Köder sinnvoll sein können.

Erfolgreiches Forellenangeln bedeutet daher, flexibel zu bleiben, verschiedene Köder auszuprobieren und aufmerksam auf das Verhalten der Fische zu reagieren. Wer versteht, wann welcher Köder seine Stärken ausspielt, erweitert nicht nur seine Fangchancen, sondern entwickelt auch ein tieferes Verständnis für das Zusammenspiel von Fisch, Gewässer und Jahreszeit.

Die wichtigsten Posenarten

Beim Forellenfischen ist die Pose (oder der „Schwimmer“) weit mehr als nur ein Bissanzeiger. Da Forellen oft sehr vorsichtig sind oder in verschiedenen Wassertiefen jagen, gibt es spezialisierte Modelle für jede Situation.

Hier sind die wichtigsten Arten, die in keiner Tackle-Box fehlen sollten:

1. Die Sbirolino-Pose (Der Distanzjäger)

Eigentlich eine Mischung aus Wurfgewicht und Pose. Sbirolinos ermöglichen es dir, federleichte Köder (wie Teig oder Fliegen) extrem weit zu werfen.

  • Arten: Sinkend, schwebend oder schwimmend.
  • Einsatz: Wenn die Fische weit draußen in der Seemitte stehen.
  • Besonderheit: Man fischt sie aktiv, das heißt, man kurbelt den Köder langsam ein.

2. Die Tremarella-Pose (Der Aktivposten)

Diese Posen sind meist schlank und kopflastig. Sie wurden speziell für die italienische Tremarella-Technik entwickelt.

  • Einsatz: Aktives Fischen am Forellensee.
  • Effekt: Durch Schwingungen der Rutenspitze gerät die Pose in Vibration, die sich unter Wasser auf den Köder überträgt und die Forellen zum Biss reizt.

3. Der Glas-Sbirolino / „Ghost“

Diese bestehen aus massivem Glas oder transparentem Kunststoff.

  • Vorteil: Im Wasser sind sie nahezu unsichtbar.
  • Einsatz: In extrem klaren Seen, wo Forellen bei herkömmlichen Posen sofort Verdacht schöpfen würden. Zudem bieten sie bei geringer Größe ein hohes Wurfgewicht.

4. Die Pilotkugel (Der Minimalist)

Eigentlich keine klassische Pose, sondern kleine, meist neonfarbene Styropor- oder Kunststoffkugeln, die direkt auf die Schnur gezogen werden.

  • Einsatz: Oberflächennahes Angeln oder in Kombination mit einer Wasserkugel.
  • Vorteil: Sie leisten kaum Widerstand beim Biss, was besonders bei „spitz“ beißenden Fischen entscheidend ist.

5. Die Strömungspose (Wasserkugel & Co.)

Wenn du im Bach oder Fluss auf Bachforellen angelst, brauchst du Stabilität.

  • Wasserkugel: Ein Klassiker. Man kann sie mit Wasser füllen, um das Wurfgewicht zu regulieren.
  • Klobige Kork- oder Balsaholzposen: Sie halten die Schnur auch in verwirbeltem Wasser oben und lassen den Köder natürlich abtreiben.

Vergleich der Einsatzgebiete

PosentypBeste UmgebungAngelstil
SbirolinoGroße SeenAktiv (Schleppen)
TremarellaForellenteichAktiv (Zittern/Vibrieren)
PilotkugelFlache GewässerPassiv / Oberflächennah
WasserkugelFlüsse / BächeTreibenlassen

Ein kleiner Profi-Tipp am Rande: Forellen haben sehr gute Augen. Achte darauf, dass die Pose so fein wie möglich gewählt wird. Je weniger Widerstand der Fisch beim Abziehen spürt, desto seltener spuckt er den Köder wieder aus.

6. Der „Maracas“ (Die Rassel-Pose)

Diese Pose sieht aus wie ein kleiner Sbirolino, ist aber meist bauchiger und im Inneren mit kleinen Metallkugeln gefüllt.

  • Effekt: Beim Einholen oder durch kurzes Rucken erzeugt die Pose ein Rasselgeräusch.
  • Einsatz: Forellen sind neugierige Räuber. Das Geräusch lockt sie aus der Distanz an (ähnlich wie ein Wobbler), bevor sie dann den eigentlichen Köder am Vorfach bemerken.
  • Stil: Ausschließlich zum aktiven Schleppen geeignet.

7. Die vorbebleite Waggler-Pose

Waggler kommen ursprünglich aus dem Matchangeln, sind aber an Forellenseen extrem effektiv, wenn es windig ist.

  • Besonderheit: Der Schwerpunkt liegt am untersten Punkt der Pose (oft mit Metallscheiben beschwert). Die Schnur läuft unter Wasser zur Pose.
  • Vorteil: Die Montage ist extrem windstabil. Während normale Posen bei einer Brise schnell abtreiben und einen Schnurbogen bilden, bleibt der Waggler wie ein Anker an seinem Platz.

8. Die Federkiel-Pose

Ein absoluter Klassiker für Nostalgiker und Puristen, meist aus echtem Pfauenfieber oder Stachelschweinborsten gefertigt.

  • Vorteil: Sie ist unglaublich sensibel. Da sie kaum Verdrängung hat, spürt die Forelle beim Biss absolut keinen Widerstand.
  • Einsatz: Stillwasser bei absoluter Windstille. Ideal, wenn die Forellen extrem vorsichtig sind und den Köder nur ganz sacht „probieren“.

9. Die Segelpose

Diese Posen haben oben eine kleine Kunststofffahne (das Segel).

  • Einsatz: Wenn du deinen Köder weit auf den See hinausbringen willst, ohne aktiv zu kurbeln.
  • Effekt: Der Wind drückt gegen das Segel und treibt die Pose samt Köder langsam über den See. So suchst du eine riesige Wasserfläche nach fresswilligen Fischen ab, während die Rute im Halter steht.

10. Die „Buldo“ (Wasserkugel-Variante)

Im Gegensatz zur runden Wasserkugel ist die Buldo oft oval und aus sehr robustem, transparentem Kunststoff.

  • Besonderheit: Sie hat oft zwei Ösen, durch die die Schnur geführt werden kann, was unterschiedliche Laufwiderstände ermöglicht.
  • Einsatz: Oft beim Fischen mit der Fliege an der normalen Spinnrute. Sie dient als Wurfgewicht, das auf der Wasseroberfläche schwimmt und den Köder in einer exakten Tiefe hält.

Zusammenfassung der „Spezialisten“

PosentypGeheimwaffe gegen…Besonderes Merkmal
MaracasTräge, neugierige FischeAkustischer Reiz (Rasseln)
WagglerStarken Wind & WellenTiefer Schwerpunkt, stabil
FederkielExtrem vorsichtige FischeMinimaler Widerstand
SegelposeGroße Distanzen ohne BootNutzt Windkraft zum „Schleppen“

Worauf du achten solltest: Die Wahl der Pose hängt auch stark von deinem Köder ab. Ein schwerer Tauwurm benötigt mehr Auftrieb als eine einzelne Bienenmade.

Marmorataforelle

Die Marmorataforelle, auch Marmorierte Forelle genannt, gehört zu den faszinierendsten und zugleich ursprünglichsten Forellenarten Europas. Wissenschaftlich wird sie als Salmo marmoratus bezeichnet und ist vor allem im Einzugsgebiet der nördlichen Adria verbreitet. Ihre natürlichen Vorkommen liegen insbesondere in Flusssystemen Sloweniens, Norditaliens und Teilen Kroatiens. Charakteristisch ist ihre außergewöhnliche, marmorartige Zeichnung, die sich netzartig über den gesamten Körper zieht und ihr nicht nur den Namen, sondern auch ein unverwechselbares Erscheinungsbild verleiht.

Lebensweise und Lebensraum

Die Marmorataforelle ist eine typische Bewohnerin klarer, kühler und sauerstoffreicher Fließgewässer. Sie bevorzugt größere Flüsse mit strukturreichen Abschnitten, tiefen Gumpen, Unterständen und starker Strömungsvielfalt. Besonders wichtig sind stabile Kies- und Schotterbereiche, die sie zur Fortpflanzung benötigt. Wie andere Salmoniden laicht sie im Spätherbst bis Winter, wobei die Eier in kiesige Laichgruben abgelegt werden.

Im Gegensatz zu vielen kleineren Forellenarten kann die Marmorata beeindruckende Größen erreichen. Längen von über einem Meter und Gewichte jenseits der 20 Kilogramm sind dokumentiert. Damit zählt sie zu den größten rein heimischen Forellen Europas. Mit zunehmendem Alter entwickelt sie sich häufig zu einem ausgeprägten Raubfisch, der nicht nur Insekten und Kleintiere, sondern vor allem andere Fische jagt. Gerade große Exemplare ernähren sich überwiegend piscivor.

Die Marmorata gilt als standorttreu, nutzt aber innerhalb ihres Reviers verschiedene Tiefen- und Strömungszonen. Tagsüber hält sie sich oft in tiefen, ruhigen Bereichen oder unter überhängenden Strukturen auf. In der Dämmerung und bei leicht erhöhtem Wasserstand wird sie aktiver und geht verstärkt auf Beutezug.

Herausforderungen für den Bestand

Ein wesentliches Problem für die Marmorataforelle war und ist die Hybridisierung mit der Bachforelle. Durch jahrzehntelangen Besatz mit nicht heimischen Forellen kam es in vielen Gewässern zu genetischer Vermischung. Reine Marmorata-Bestände sind daher heute seltener als früher und stehen in vielen Regionen unter besonderem Schutz. Zahlreiche Renaturierungs- und Schutzprogramme bemühen sich um den Erhalt genetisch reiner Populationen.

Angeln auf Marmorataforelle

Das Angeln auf Marmorataforelle gilt als anspruchsvoll und ist vielerorts streng reguliert. In einigen Regionen ist ausschließlich Fliegenfischen erlaubt, oft mit Schonhaken und strikten Entnahmebeschränkungen oder sogar reinem Catch & Release. Wer diese Art befischt, sollte sich vorab genau über die jeweiligen gesetzlichen Regelungen informieren.

Taktisch unterscheidet sich das Angeln auf Marmorata nicht grundlegend vom Fischen auf große Bach- oder Seeforellen, erfordert jedoch Geduld und ein gutes Verständnis für das Gewässer. Große Fische stehen häufig tief und reagieren sensibel auf Störungen. Leises Annähern und präzise Würfe sind entscheidend. Beim Spinnfischen haben sich größere, natürlich geführte Köder bewährt, insbesondere solche, die Beutefische imitieren. Beim Fliegenfischen kommen Streamer zum Einsatz, die tief und langsam geführt werden, um das Jagdverhalten der Fische anzusprechen.

Da Marmorataforellen sehr vorsichtig sein können, ist eine unauffällige Präsentation besonders wichtig. In klarem Wasser empfiehlt sich feines, aber dennoch belastbares Vorfachmaterial. Gleichzeitig muss das Gerät ausreichend Reserven bieten, um die enorme Kraft eines kapitalen Fisches sicher kontrollieren zu können. Der Drill einer großen Marmorata ist kraftvoll und ausdauernd – starke Fluchten in tiefe Strömungskanten sind typisch.

Faszination Marmorata

Die Marmorataforelle vereint Ursprünglichkeit, Größe und Schönheit in einer Weise, die sie für viele Angler zu einem Traumfisch macht. Ihr Leben in wilden, klaren Flüssen und ihre scheue, kraftvolle Art verleihen ihr einen beinahe mystischen Ruf. Wer sich intensiv mit ihrem Lebensraum, ihrer Biologie und ihrem Verhalten beschäftigt, erkennt schnell, dass der Reiz nicht allein im Fang liegt, sondern im gesamten Erlebnis: das Lesen großer Flüsse, das Beobachten der Strömung und das Wissen, einem der beeindruckendsten Salmoniden Europas nachzustellen.

Das Angeln auf Marmorata ist daher nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch eine Begegnung mit einem Stück ursprünglicher Flusslandschaft – und verlangt Respekt vor einer Art, deren Erhalt höchste Priorität haben sollte

Schonzeiten für Forellenartige

Bayern (Deutschland)

In Bayern gelten laut der Bayerischen Fischereiverordnung (AVBayFiG/AVBayFig) für einige forellenartige Arten folgende Schonzeiten: 

Forellenartige Fischarten

  • Bachforelle (Salmo trutta forma fario): Schonzeit 01.10. – 28.02. (26 cm Mindestmaß) 
  • Bachsaibling: Schonzeit 01.10. – 28.02. (20 cm Mindestmaß) 
  • Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss): laut verschiedenen Tabellen teils 15.12. – 15.04., aber die gesetzliche AVBayFiG gibt keine generelle Schonzeit vor – hier gilt meist die Gewässerordnung des jeweiligen Inhabers des Fischereirechts. 
  • Seeforelle und andere Seeforellenformen: je nach Gewässer oft Schonzeit in etwa 01.10. – 10.01. oder bis 28.02.(60 cm Mindestmaß). 

Kurz gesagt: In Bayern ist die Zeit von Anfang Oktober bis Ende Februar (bei manchen Regenbogenformen bis Mitte April) der Zeitraum, in dem viele forellenartige Fische geschützt sind – primär um die Laichzeit ungestört zu lassen. 

Deutschland (bundesweit)

Weil Fischereirecht in Deutschland Ländersache ist, unterscheiden sich die Schonzeiten für forellenartige Fische teils deutlich von Bundesland zu Bundesland. Eine grobe Übersicht für Forellenarten zeigt, dass folgende Zeiträume üblich sind: 

Bachforelle / Regenbogenforelle – grobe bundesweite Richtwerte

  • Baden-Württemberg: 01.10. – 28.02.
  • Bayern: 01.10. – 28.02. (Regenbogenforelle teils bis 15.03./15.04.)
  • Brandenburg: 01.10. – 15.03.
  • Bremen / Hamburg: 15.10. – 15.02.
  • Hessen / Thüringen: meist 01.10. – 31.03.
  • Mecklenburg-Vorpommern: bereits ab 15.09. – 14.03.
  • Nordrhein-Westfalen: häufig 20.10. – 15.03.
  • Schleswig-Holstein: 15.10. – 28.02.
    (Teilweise ohne Schonzeit für Regenbogenforelle in einzelnen Bundesländern). 

Fazit bundesweit: Die Herbst-/Wintermonate von Oktober bis etwa Ende Februar/März sind die gängigen Schonzeiten für Forellenbestandteile im Großteil Deutschlands – genaue Termine aber immer im jeweiligen Fischerei- oder Gewässerrecht prüfen. 

Österreich

In Österreich sind die Schonzeiten ebenfalls Landessache bzw. oft abhängig von Fischereiordnungen der Gewässerbetreiber. Es gibt keine komplett einheitliche bundesweite Regelung, aber typische Bestimmungen für forellenartige Arten lauten etwa so: 

Vorfeld-Regeln (gesetzliche Ordnungen):

  • Bachforelle (Salmo trutta fario): Schonzeit etwa 01.09./01.10. – 15.03. oder ähnlich je nach Bundesland/Seehöhe; Mindestmaß meist ~25–26 cm. 
  • Bachsaibling: Schonzeit etwa 16.09. – 15.03. (je nach Region) 
  • Regenbogenforelle: teils 01.01. –15.03. bzw. kann auch in manchen Regionen kaum oder gar keine Schonzeit haben (abhängig vom Gewässer). 
  • Seeforelle: Schonzeit regional unterschiedlich, etwa 1.10.–31.12. oder entsprechend laut Gewässer. 

Beispiele regionaler Bestimmungen:

  • In Teilen Österreichs gilt für Bachforelle eine Schonzeit 01.10. – 28.02. und für Regenbogenforelle 01.01. – 31.03.laut bestimmter Fischereivereinsordnungen. 
  • In Seen wie dem Bodensee gelten für seeforellartige Fische ebenfalls spezielle Zeiträume, z. B. 15.07. – 31.01. für Seeforelle. 

Kurzfazit Österreich: Auch hier gilt meist ein Schonzeitraum im Herbst/Winter für Forellenarten – oft von Anfang Oktober/September bis März (regional teils variierend). Genaues Datum ist von Bundesland, Gewässer und Fischart abhängig. 

Wichtige Hinweise

  • Diese Angaben stellen Richtwerte dar – die verbindlichen Schonzeiten sind in den örtlichen Fischerei- oder Gewässerordnungen festgelegt und können davon abweichen.
  • In Österreich kann der Bewirtschafter eines Gewässers strengere Schonzeiten/Mindestmaße festlegen als die Landesverordnung. 
  • In Deutschland (Bayern) beginnt die Schonzeit einzelner Forellenformen am 1. Oktober und endet meist um Ende Februar / Mitte März / Mitte April, je nach Art und Gewässerordnung. 

Alle Angaben ohne Gewähr!