Das Wurfgewicht einer Angelrute

Das Wurfgewicht einer Angelrute ist eine der wichtigsten technischen Angaben und beschreibt den Gewichtsbereich, in dem eine Rute optimal arbeitet. Meist wird es in Gramm angegeben, zum Beispiel „3–15 g“ oder „5–25 g“. Dieser Bereich gibt an, wie schwer der Köder – inklusive eventueller Zusatzgewichte wie Blei oder Wasserkugel – sein sollte, damit sich die Rute beim Wurf richtig auflädt und ihre volle Leistung entfalten kann.

Beim Auswerfen speichert die Rute durch ihre Biegung Energie, ähnlich wie eine gespannte Feder. Wird sie nach vorne beschleunigt, entlädt sich diese Energie und überträgt sich auf den Köder. Ist der Köder zu leicht, biegt sich die Rute kaum – der Wurf wird unpräzise und kurz. Ist der Köder zu schwer, wird die Rute überlastet, was zu Kontrollverlust, ungenauen Würfen oder im schlimmsten Fall zu Materialschäden führen kann.

Das Wurfgewicht sagt also nicht aus, wie schwer ein Fisch sein darf, sondern ausschließlich, in welchem Ködergewichtsbereich die Rute konstruiert wurde zu arbeiten. Für das Forellenangeln sind beispielsweise häufig leichte Wurfgewichte zwischen 1 und 10 Gramm oder 3 bis 15 Gramm üblich, da hier kleine Spoons, Spinner oder leichte Posen verwendet werden. Für größere Gewässer oder schwerere Montagen kommen entsprechend höhere Bereiche zum Einsatz.

Man unterscheidet grob verschiedene Klassen:
Ultralight (UL) für sehr leichte Köder, Light (L) für leichte Kunstköder und feine Montagen, Medium (M) für universelle Einsätze und schwerere Klassen für größere Köder oder kräftigere Zielfische. Diese Einteilung ist jedoch nicht genormt und kann je nach Hersteller variieren.

Wichtig ist außerdem, dass das Wurfgewicht immer im Zusammenhang mit der Aktion der Rute betrachtet wird. Eine schnelle, spitzenbetonte Rute reagiert anders als eine parabolische Rute, selbst wenn beide das gleiche Wurfgewicht aufweisen. Die Aktion beeinflusst, wie sich die Rute im Wurf auflädt und wie sie im Drill arbeitet.

Zusammengefasst beschreibt das Wurfgewicht den optimalen Arbeitsbereich einer Rute im Hinblick auf das Ködergewicht. Wer seine Köder passend zur Rutenangabe auswählt, erzielt präzisere Würfe, bessere Köderkontrolle und schont gleichzeitig das Material.

Channels/Videos über das Forellenangeln

Speziell zum Forellenangeln

  1. Trout Fisher Germany – Kanal, der sich explizit ums Forellenangeln dreht – vom Tremarella über UL-Fischen bis zu Methoden und Touren direkt am Wasser. 
  2. Mikes Big Trouts (YouTube) – Bekannter deutscher Angelkanal mit vielen Clips zu Forellenanlagen, Methoden, Technik und Praxisvideos rund ums Forellenfischen. 
  3. UL-Fishing Community (YouTube) – Kanal und Livestream zur Forellenangelei mit Experten-Talks, Praxis, Techniktipps und Community-Input. 
  4. Erwin Meiris (YouTube) – Angelvideos mit Schwerpunkt Köderführung (z. B. Wobbler, Spoons) und Forellenmethoden (über Verlinkung auf Community-Listen). 
  5. Max’s Troutfishing (YouTube) – Schulungsvideos für Einsteiger im Forellenangeln (aktuellere Aktivität variiert). 
  6. Schnelle Forelle (YouTube) – Praxis- und Tutorialvideos speziell zum Angeln auf Forellen, inklusive Methoden und Köderkunde. 

Angelkanäle mit Forellen-Anteilen

Diese Kanäle behandeln Forellen mehrfach, auch wenn sie nicht ausschließlich darauf spezialisiert sind:

  1. IK-Fishing (YouTube) – Norddeutscher Angelkanal mit Sessions zu Bach- und Meerforelle sowie weiteren Zielfischen; authentische Angelabenteuer an Fluss & See. 
  2. Fishing King Angelschein (YouTube) – Grundlegende Angeltechnik- und Tutorialvideos, darunter auch Forellen-Techniken oder Ansätze zur Methodik. 

Ergänzende, informative Angel-Kanäle (teilweise mit Forellenvideos)

  1. Ich geh‘ Angeln (YouTube) – Großer deutscher Angel-Vlog mit vielen praktischen Clips; behandelt verschiedenste Zielfische, darunter Forelle bei verschiedenen Gelegenheiten. 
  2. Angler- und Outdoorkanäle wie Hecht und Barsch oder Lieblingsköder haben zwar einen anderen Schwerpunkt, zeigen aber gelegentlich Forellenangeln und Technik-Tricks, die auch bei der Forelle wertvoll sind. 

100 Forellenarten aus aller Welt

Gattung Salmo (Atlantische Forellen & Verwandte)

  1. Bachforelle (Salmo trutta fario)
  2. Seeforelle (Salmo trutta lacustris)
  3. Meerforelle (Salmo trutta trutta)
  4. Marmorataforelle (Salmo marmoratus)
  5. Ohridforelle (Salmo letnica)
  6. Adriatische Forelle (Salmo obtusirostris)
  7. Dentex-Forelle (Salmo dentex)
  8. Anatolische Forelle (Salmo platycephalus)
  9. Taurusforelle (Salmo macrostigma)
  10. Kaspische Forelle (Salmo caspius)
  11. Schwarzmeerforelle (Salmo labrax)
  12. Abantforelle (Salmo abanticus)
  13. Fibreno-Forelle (Salmo fibreni)
  14. Ischchan-Forelle (Salmo ischchan)
  15. Aralforelle (Salmo aralensis)
  16. Iberische Forelle (Salmo ibericus)
  17. Duero-Forelle (Salmo duriensis)
  18. Tajo-Forelle (Salmo tajoensis)
  19. Balkanforelle (Salmo balcanicus)
  20. Cavedano-Forelle (Salmo cenerinus)

Gattung Oncorhynchus (Pazifische Forellen & Lachse)

  1. Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss)
  2. Steelhead (Meerform von O. mykiss)
  3. Cutthroat-Forelle (Oncorhynchus clarkii)
  4. Küsten-Cutthroat
  5. Yellowstone-Cutthroat
  6. Lahontan-Cutthroat
  7. Bonneville-Cutthroat
  8. Westslope-Cutthroat
  9. Rio-Grande-Cutthroat
  10. Apache-Forelle (Oncorhynchus apache)
  11. Gila-Forelle (Oncorhynchus gilae)
  12. Goldforelle (Oncorhynchus aguabonita)
  13. Little-Kern-Goldforelle
  14. Kern-River-Forelle
  15. Kamtschatka-Forelle
  16. Biwa-Forelle (Oncorhynchus masou rhodurus)
  17. Amago-Forelle (Oncorhynchus masou ishikawae)
  18. Masu-Forelle (Oncorhynchus masou)
  19. Taiwan-Forelle (Oncorhynchus formosanus)
  20. Sakhalin-Forelle

Gattung Salvelinus (Saiblinge, oft „Forellen“ genannt)

  1. Bachsaibling (Salvelinus fontinalis)
  2. Seesaibling (Salvelinus alpinus)
  3. Amerikanischer Seesaibling
  4. Kanadischer Seesaibling
  5. Namaycush (Lake Trout) (Salvelinus namaycush)
  6. Dolly-Varden-Saibling (Salvelinus malma)
  7. Bull-Trout (Salvelinus confluentus)
  8. Aurora-Forelle (Salvelinus timagamiensis)
  9. Japanischer Saibling
  10. Taranetz-Saibling
  11. Elgygytgyn-Saibling
  12. Long-Fin-Char
  13. Arctic-Char
  14. Alpine-Char
  15. Polar-Saibling
  16. Tigerforelle (Hybrid aus Bachforelle × Bachsaibling)
  17. Splake (Hybrid aus Seesaibling × Namaycush)
  18. Brook Trout (engl. Bachsaibling)
  19. Silver Char
  20. Sunapee Trout

Weitere regionale / anerkannte Forellenformen weltweit

  1. Mexikanische Forelle (Oncorhynchus chrysogaster)
  2. Nelson-Forelle
  3. Mexican Golden Trout
  4. Black-Spotted Trout
  5. Somali-Forelle
  6. Atlas-Forelle (Salmo pellegrini)
  7. Lac de Garda-Marmorata
  8. Douro-Forelle
  9. Ebro-Forelle
  10. Pyrenäen-Forelle
  11. Korsische Forelle
  12. Sardische Forelle
  13. Sizilianische Forelle
  14. Libanon-Forelle
  15. Euphrat-Forelle
  16. Tigris-Forelle
  17. Alboran-Forelle
  18. Rhone-Forelle
  19. Donau-Forelle
  20. Alpen-Seeforelle
  21. Bodensee-Seeforelle
  22. Genfersee-Seeforelle
  23. Achensee-Seeforelle
  24. Attersee-Seeforelle
  25. Traunsee-Seeforelle
  26. Millstättersee-Forelle
  27. Skadar-Forelle
  28. Prespa-Forelle
  29. Ohrid-Seeforelle
  30. Caspian Brown Trout
  31. Mediterranean Brown Trout
  32. North African Trout
  33. Chinese Trout
  34. Korean Trout
  35. Himalayan Trout
  36. Tibetan Trout
  37. Balkan-Marmorata
  38. Adriatic-Marmorata
  39. Danube-Salmon-Trout
  40. European Brown Trout (Gesamtart Salmo trutta)

Hinweis:
Viele „Forellenarten“ sind wissenschaftlich Unterarten, Lokalformen oder genetisch eigenständige Populationen. Besonders bei der Bachforelle (Salmo trutta) gibt es zahlreiche regionale Varianten.