Angeltagebuch vom 4.4.2026

Am 4. April ging ich gegen Mittag, etwa um 12 Uhr, an einem bewölkten Frühlingstag an einen kleinen Weiher zum Angeln. Der Weiher war zwischen einem und vier Metern tief, das Wasser deutlich trüb – also keine einfachen Bedingungen, bei denen man die Fische direkt ausmachen konnte. Umso wichtiger war es, die richtige Taktik zu wählen.

Ich entschied mich dafür, mit zwei Sbirolino-Ruten zu angeln, beide etwa zwischen 3,50 m und 4,20 m lang. An der ersten Rute setzte ich einen sinkenden Sbirolino ein, der bis zum Grund absinkt. Daran befestigte ich ein Vorfach mit auftreibendem Forellenteig, sodass der Köder über dem Gewässerboden schwebte – eine bewährte Methode, wenn die Fische tiefer stehen.

Die zweite Rute baute ich etwas anders auf: Hier kam ein schwimmender, milchiger Sbirolino zum Einsatz, kombiniert mit einem etwa 1,20 Meter langen Vorfach. Als Köder wählte ich eine Bienenmade, die ich bewusst etwas freier im Wasser präsentieren wollte. So konnte ich gleichzeitig zwei unterschiedliche Tiefen und Präsentationen abdecken.

Ich warf regelmäßig neu aus, kontrollierte meine Köder und variierte die Einholgeschwindigkeit leicht, um die Fische zum Biss zu reizen. Als ich schließlich wieder zu der Rute mit dem schwimmenden Sbirolino ging, spürte ich plötzlich einen Widerstand. Im ersten Moment dachte ich, ich hätte mich am Grund verhakt – doch dann bemerkte ich, dass sich etwas bewegte. Die Rute arbeitete, und mir war sofort klar: Da hängt ein Fisch dran.

Der Drill selbst war nicht besonders spektakulär, aber dennoch spannend. Der Fisch ließ sich kontrolliert heranführen und schließlich sicher keschern. Als ich ihn sah, war die Freude riesig: eine wunderschöne Seeforelle, dazu noch mit leicht ausgeprägtem Laichhaken – ein beeindruckender Fang.

Screenshot

Nach etwa 45 Minuten entschied ich mich, den Angeltag zu beenden. Mit so einem Fisch im Gepäck fiel die Entscheidung leicht. Zuhause bereitete ich die Forelle zu und filetierte sie – ein würdiger Abschluss eines erfolgreichen Tages.

Eine Seeforelle zu fangen ist immer etwas Besonderes. Für mich war es erst die zweite in meinem Leben, und genau deshalb bedeutet mir dieser Fang umso mehr. Es war ein rundum gelungener Angeltag – und die Vorfreude auf das nächste Mal ist jetzt schon groß.

Angeltagebuch vom 28.3.2026

Heute ging es für mich nur kurz für etwa zwei Stunden an einen kleinen Weiher – bei strahlendem Sonnenschein und nahezu perfekten Bedingungen, zumindest auf den ersten Blick. Laut den Statuten des Anglervereins war das Angeln ausschließlich mit Naturködern erlaubt, weshalb ich meine Strategie entsprechend anpassen musste.

Ich entschied mich für eine feine, aber dennoch aktive Methode: eine auftreibende Montage mit einem Glassbirolino und Forellenteig. Diese Kombination ermöglicht es, den Köder in unterschiedlichen Tiefen zu präsentieren und dabei dennoch eine gewisse Lebendigkeit ins Spiel zu bringen.

An meiner zweiten Rute wollte ich das Ganze noch etwas reizvoller gestalten und kombinierte den weißen Forellenteig zusätzlich mit einer Bienenmade. Diese Montage legte ich zunächst ruhig im Wasser ab, während ich mit der ersten aktiv suchte.

Trotz intensiven Probierens und etwa eineinhalb Stunden Einsatz blieb der erhoffte Biss jedoch aus. Weder die schlichte, helle Farbwahl – weißer Teig und weiße Bienenmade – noch die Präsentation konnten die Forellen an diesem Tag überzeugen.

Solche Phasen gehören beim Angeln einfach dazu und sind selbst für erfahrene Angler keine Seltenheit.

Was ich aber definitiv sagen kann: Die Montage mit Forellenteig und Bienenmade ist äußerst interessant. Besonders beim langsamen Einholen entwickelt sie ein sehr lebendiges Spiel.

Die Bienenmade sorgt dabei für zusätzliche Bewegung, wodurch der Köder erstaunlich realistisch wirkt – fast wie ein kleines, fliehendes Beutetier. Genau dieses Verhalten kann bei Forellen den Jagdinstinkt auslösen und sie zum Biss verleiten.

Auch wenn es heute nicht zum Fang gereicht hat, nehme ich aus diesem kurzen Trip dennoch etwas mit. Die Montage hat Potenzial und wird definitiv nochmal zum Einsatz kommen. Vielleicht möchtet ihr sie ja ebenfalls einmal ausprobieren und beobachten, wie sie sich unter Wasser verhält – das ist wirklich spannend zu sehen.

Am Ende zählt ohnehin mehr als nur der Fang:

Die Sonne hat geschienen, es war angenehm warm, und ich konnte die Zeit am Wasser in vollen Zügen genießen. Auch ohne Fisch war es somit ein rundum gelungener Angeltag.

Angeltagebuch vom 16.3.2026

Heute Morgen, am 16. März, trafen wir uns bereits um 6:45 Uhr an einem Angelweiher unseres Fischereivereins. Der Weiher ist etwa 300 Meter lang und erreicht an seiner tiefsten Stelle ungefähr drei bis vier Meter. Es war ein frischer Start in den Tag – schätzungsweise um die fünf Grad, dazu wehte ein kalter Wind, der die Temperaturen noch kühler wirken ließ.

Vor kurzem wurden in diesem Gewässer Forellen, insbesondere Bachforellen, eingesetzt. Heute war der Tag, an dem der Weiher offiziell wieder zum Befischen geöffnet wurde. Gemeinsam mit meinen Freunden hatten wir uns vorgenommen, mit Spoons zu angeln. Farblich entschieden wir uns vor allem für rote und orange Varianten, da diese bei Forellen häufig sehr gut funktionieren.

Mein Kollege hatte relativ schnell Erfolg und konnte vier Bachforellen fangen. Kurz darauf gelang es auch mir, meine ersten zwei Bachforellen zu landen. Innerhalb der darauffolgenden Stunde konnte ich noch zwei weitere Fische fangen.

Unsere Vorgehensweise war recht simpel: Nach dem Auswerfen ließen wir die Spoons zunächst relativ lange absinken, damit sie in die tieferen Wasserschichten gelangen konnten. Anschließend zogen wir sie langsam ein, was an diesem Morgen besonders gut funktionierte.

Beim Biss setzten wir bewusst keinen klassischen Anhieb. Stattdessen kurbelten wir einfach weiter, bis sich der Fisch von selbst am Haken gehakt hatte. Diese Technik verwenden wir in unserem Team regelmäßig und sie hat sich auch heute wieder bewährt.

Nach etwa zwei Stunden hatten wir unsere Fische bereits gefangen. Damit war der Angeltag zwar kurz, aber durchaus erfolgreich – und wir konnten zufrieden den Heimweg antreten.