EWF Fliegenfischer-Messe in Fürstenfeld – 18.4. und 19.4.2026

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EWF Fliegenfischer-Messe – Europas führende Veranstaltung für Fliegenfischer

Die kommende Fliegenfischermesse in Fürstenfeldbruck im Jahr 2026 zählt erneut zu den wichtigsten Treffpunkten für Fliegenfischer im deutschsprachigen Raum. Die Fliegenfischermesse Fürstenfeld bietet eine ideale Gelegenheit, sich über die neuesten Trends, Techniken und Ausrüstungen rund um das Fliegenfischen zu informieren.

Zahlreiche Aussteller präsentieren hochwertiges Tackle, von Ruten und Rollen bis hin zu Fliegen und Bekleidung. Besonders spannend sind die Live-Vorführungen im Fliegenbinden sowie Wurfdemonstrationen erfahrener Profis. Auch Vorträge und Workshops gehören traditionell zum Programm und bieten sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Anglern wertvolle Einblicke.

Neben dem fachlichen Austausch steht vor allem die Leidenschaft für das Fliegenfischen im Mittelpunkt. Die Messe ist ein Treffpunkt für Gleichgesinnte, bei dem man Kontakte knüpfen, Erfahrungen teilen und sich inspirieren lassen kann. Wer sich für das Fliegenfischen begeistert, sollte sich diesen Termin nicht entgehen lassen.

Risiken beim Fliegenfischen in fließenden Gewässern

Fliegenfischen in fließenden Gewässern hat einen ganz besonderen Reiz – gleichzeitig birgt es aber auch einige Risiken, die man nicht unterschätzen sollte. Strömung, rutschiger Untergrund und wechselnde Bedingungen können schnell gefährlich werden. Wer diese Gefahren kennt und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen trifft, kann jedoch sicher und entspannt seinem Hobby nachgehen.

Ein zentrales Risiko ist die Strömung. Auch wenn ein Bach oder Fluss harmlos wirkt, kann die Kraft des Wassers enorm sein. Besonders in tieferen Rinnen oder nach Regenfällen steigt die Strömungsgeschwindigkeit deutlich an. Ein falscher Schritt kann dazu führen, dass man das Gleichgewicht verliert und abgetrieben wird.
Vorsichtsmaßnahme: Nie unüberlegt ins Wasser gehen, Strömung vorher einschätzen und sich langsam vortasten. Eine Wathose mit gutem Halt sowie ein Watstock bieten zusätzliche Sicherheit.

Ein weiteres häufiges Problem ist der rutschige Untergrund. Steine im Wasser sind oft mit Algen bedeckt und dadurch extrem glatt.
Vorsichtsmaßnahme: Schuhe mit Filzsohle oder speziellen Gummiprofilen tragen und jeden Schritt bewusst setzen. Lieber langsam bewegen als einen Sturz riskieren.

Auch der Wasserstand kann zur Gefahr werden. In Fließgewässern kann sich dieser durch Regen oder Schneeschmelze schnell verändern.
Vorsichtsmaßnahme: Vor dem Angeln Wetterbericht prüfen und auf steigende Pegel achten. Bei unsicheren Bedingungen besser auf das Waten verzichten.

Ein oft unterschätztes Risiko ist die Unterkühlung. Selbst im Frühjahr oder Herbst kann kaltes Wasser dem Körper schnell Wärme entziehen.
Vorsichtsmaßnahme: Geeignete Kleidung tragen (z. B. atmungsaktive Wathosen mit isolierender Schicht darunter) und längere Aufenthalte im Wasser vermeiden.

Beim Fliegenfischen spielt auch der Umgang mit der Rute und dem Haken eine Rolle. Durch die Wurftechnik besteht die Gefahr, sich selbst oder andere zu verletzen – besonders bei Wind.
Vorsichtsmaßnahme: Schutzbrille und Kopfbedeckung tragen, ausreichend Abstand zu anderen Anglern halten und den Rückraum vor jedem Wurf prüfen.

Hinzu kommt die Erschöpfung. Das ständige Waten gegen die Strömung kostet viel Kraft und kann die Konzentration beeinträchtigen.
Vorsichtsmaßnahme: Regelmäßige Pausen einlegen, genug trinken und die eigene Belastungsgrenze kennen.

Nicht zu vergessen sind Hindernisse im Wasser wie Äste, versunkene Baumstämme oder tiefe Löcher. Diese können zu Stolperfallen werden.
Vorsichtsmaßnahme: Unbekannte Gewässerabschnitte vorsichtig erkunden und nicht blind vorwärtsgehen.

Fazit:
Fliegenfischen in fließenden Gewässern ist ein intensives Naturerlebnis, verlangt aber auch Aufmerksamkeit und Respekt vor den Bedingungen. Wer sich gut vorbereitet, die Risiken ernst nimmt und umsichtig handelt, kann die Zeit am Wasser sicher genießen und sich voll auf das Angeln konzentrieren.

Kunstfliegen fürs Fliegenfischen

Kunstfliegen gehören zu den wichtigsten Bestandteilen des Fliegenfischens. Sie stellen die künstliche Nachbildung natürlicher Nahrungsorganismen dar und werden so gestaltet, dass sie von Fischen – insbesondere Forellen, Äschen oder Saiblingen – als Beute wahrgenommen werden. Anders als beim klassischen Spinnfischen haben Kunstfliegen kaum Eigengewicht. Sie werden durch das Gewicht der Fliegenschnur geworfen und möglichst realistisch präsentiert. Die Vielfalt an Mustern, Materialien und Bindetechniken ist heute enorm und hat sich über viele Jahrzehnte entwickelt.

Ursprung der Kunstfliege

Die Geschichte der künstlichen Fliege reicht sehr weit zurück. Bereits in der Antike beschrieben Autoren einfache Nachbildungen von Insekten, die zum Angeln verwendet wurden. Besonders bekannt ist eine Beschreibung aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus, in der ein römischer Schriftsteller eine künstliche Fliege aus Wolle und Federn erwähnt, mit der Fischer in Flüssen auf Forellen angelten.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich vor allem in Großbritannien eine ausgeprägte Tradition des Fliegenfischens. Im 17. und 18. Jahrhundert entstanden zahlreiche Fliegenmuster, die in frühen Angelbüchern dokumentiert wurden. Viele dieser klassischen Muster werden bis heute gebunden und verwendet.

Grundprinzip von Kunstfliegen

Das Ziel einer Kunstfliege ist es, natürliche Beutetiere möglichst realistisch zu imitieren. Dazu gehören vor allem:

  • Wasserinsekten wie Eintagsfliegen, Köcherfliegen oder Steinfliegen
  • terrestrische Insekten wie Ameisen oder Käfer
  • kleine Fische oder Fischbrut
  • Krebstiere oder Würmer

Je nach Gewässer und Jahreszeit ernähren sich Fische von unterschiedlichen Organismen. Ein erfolgreicher Fliegenfischer beobachtet daher stets, welche Insekten gerade aktiv sind, und passt seine Fliegenwahl entsprechend an.

Aufbau einer Kunstfliege

Eine klassische Kunstfliege besteht aus mehreren Komponenten, die auf einen speziellen Fliegenhaken gebunden werden. Dazu gehören in der Regel:

  • der Haken als Grundkörper
  • der Bindefaden zur Befestigung der Materialien
  • Körpermaterialien (z. B. Dubbing oder Wolle)
  • Flügel oder Flügelimitate
  • Hecheln aus Federn
  • eventuell Beschwerung oder Perlen

Die verwendeten Materialien können sowohl natürlicher als auch synthetischer Herkunft sein. Traditionell wurden vor allem Federn und Tierhaare genutzt, während moderne Fliegenbinder auch zahlreiche künstliche Fasern einsetzen.

Haupttypen von Kunstfliegen

Kunstfliegen lassen sich grundsätzlich in mehrere Kategorien einteilen, die unterschiedliche Lebensstadien von Insekten oder andere Beutetiere nachahmen.

Trockenfliegen

Trockenfliegen imitieren Insekten, die auf der Wasseroberfläche treiben oder gerade geschlüpft sind. Sie schwimmen auf der Oberfläche und werden oft von Forellen attackiert, die aktiv nach Nahrung steigen.

Typische Merkmale von Trockenfliegen sind:

  • schwimmfähige Materialien
  • leichte Bauweise
  • gut sichtbare Hecheln oder Flügel

Bekannte Muster sind beispielsweise klassische Eintagsfliegenimitationen oder kleine Käfer- und Ameisenmuster.

Nymphen

Nymphen imitieren die Larvenstadien vieler Wasserinsekten. Diese leben meist unter Wasser zwischen Steinen oder im Sediment und werden von Fischen regelmäßig gefressen.

Nymphen werden unter der Wasseroberfläche gefischt und oft leicht beschwert, damit sie schnell absinken.

Typische Eigenschaften:

  • kompakte Körperform
  • natürliche Farben wie Braun, Oliv oder Grau
  • manchmal kleine Metallperlen als Beschwerung

Viele erfahrene Fliegenfischer betrachten Nymphen als eine der effektivsten Methoden beim Forellenangeln.

Nassfliegen

Nassfliegen sind klassische Fliegenmuster, die ebenfalls unter Wasser gefischt werden, jedoch leichter gebaut sind als Nymphen. Sie imitieren häufig aufsteigende Insekten oder kleine Wasserorganismen.

Früher waren Nassfliegen eine der wichtigsten Techniken des Fliegenfischens, bevor sich spezialisierte Nymphen- und Trockenfliegenmethoden stärker verbreiteten.

Streamer

Streamer unterscheiden sich deutlich von den zuvor genannten Fliegenarten. Sie imitieren kleine Fische, Kaulquappen oder andere größere Beutetiere.

Streamer sind meist größer und werden aktiv geführt. Sie sind besonders effektiv, wenn Raubfische wie große Forellen oder Hechte gezielt auf Fischbrut jagen.

Typische Materialien für Streamer sind:

  • lange Federn
  • Tierhaare
  • synthetische Fasern
  • glänzende Materialien

Durch ihre Bewegung im Wasser erzeugen Streamer einen starken Reiz, der aggressive Bisse auslösen kann.

Materialien beim Fliegenbinden

Das Binden von Kunstfliegen ist ein eigenes Handwerk und für viele Angler ein wichtiger Teil des Hobbys. Die Auswahl der Materialien ist dabei enorm vielfältig.

Traditionelle Naturmaterialien sind zum Beispiel:

  • Hahnenhecheln
  • Pfauenfedern
  • Rehhaar
  • Hasenfell
  • Fasanenfedern

Diese Materialien haben den Vorteil, dass sie sich im Wasser sehr natürlich bewegen.

Moderne synthetische Materialien bieten dagegen zusätzliche Eigenschaften, etwa:

  • hohe Haltbarkeit
  • starke Lichtreflexe
  • UV-Aktivität
  • spezielle Schwimmfähigkeit

Viele moderne Fliegen kombinieren deshalb natürliche und künstliche Materialien.

Farbwahl bei Kunstfliegen

Die Farbwahl spielt beim Fliegenfischen eine wichtige Rolle. Häufig orientieren sich Angler an den natürlichen Farben der jeweiligen Insektenarten.

Typische Farbtöne sind:

  • Oliv
  • Braun
  • Grau
  • Schwarz
  • Beige

In manchen Situationen können jedoch auch auffälligere Farben sinnvoll sein, etwa bei trübem Wasser oder geringer Sicht.

Anpassung an Gewässer und Jahreszeit

Der Erfolg beim Fliegenfischen hängt stark davon ab, die richtige Fliege zur richtigen Zeit einzusetzen. In vielen Gewässern gibt es sogenannte Insektenschlüpfe, bei denen große Mengen bestimmter Insekten gleichzeitig auftreten.

Während solcher Phasen konzentrieren sich Fische oft ausschließlich auf diese Nahrung. Wer dann ein passendes Fliegenmuster anbietet, hat besonders gute Fangchancen.

Im Frühling dominieren häufig Eintagsfliegen und kleine Köcherfliegen, während im Sommer auch viele Landinsekten wie Heuschrecken oder Käfer ins Wasser fallen.

Bedeutung der Präsentation

Neben der Wahl der richtigen Fliege ist die Präsentation entscheidend. Eine perfekt gebundene Fliege nützt wenig, wenn sie unnatürlich im Wasser treibt.

Wichtige Aspekte sind:

  • eine natürliche Drift in der Strömung
  • eine unauffällige Schnurführung
  • präzise Würfe

Gerade Forellen reagieren oft sehr sensibel auf unnatürliche Bewegungen.

Fazit

Kunstfliegen sind das Herzstück des Fliegenfischens und verbinden handwerkliche Tradition mit anglerischer Technik. Sie imitieren die natürliche Nahrung der Fische und ermöglichen eine besonders feine und präzise Angelei.

Die Vielfalt an Mustern und Materialien ist enorm und bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, sich an unterschiedliche Gewässer, Jahreszeiten und Fischarten anzupassen. Für viele Angler liegt der besondere Reiz des Fliegenfischens nicht nur im Fang selbst, sondern auch im Binden und Ausprobieren neuer Fliegenmuster