Die richtige Kühlung von gefangenen Forellen ist sehr wichtig, damit die Fleischqualität erhalten bleibt und der Fisch frisch bleibt. Gerade an warmen Tagen kann sich Fisch sehr schnell verderben, wenn er nicht richtig versorgt wird. Deshalb sollten Angler bereits vor dem Angeln daran denken, wie sie ihren Fang kühl lagern.
Zuerst sollte eine gefangene Forelle waidgerecht getötet werden. Üblich ist ein kräftiger Schlag auf den Kopf (Betäuben) und anschließend ein Kiemenschnitt, damit der Fisch ausbluten kann. Durch das Ausbluten wird die Fleischqualität deutlich besser, da weniger Blut im Muskelgewebe verbleibt.
Ein wichtiger Punkt ist das Ausnehmen der Forelle. Besonders bei warmen Temperaturen ist es empfehlenswert, den Fisch möglichst bald auszunehmen. In den Innereien befinden sich Bakterien und Verdauungsenzyme, die den Fisch schneller verderben lassen können. Wenn die Forelle ausgenommen ist, bleibt das Fleisch länger frisch und der Fisch lässt sich später auch leichter weiterverarbeiten. Bei kühleren Temperaturen kann man mit dem Ausnehmen etwas warten, grundsätzlich ist es aber eine gute Angewohnheit, den Fisch möglichst zeitnah zu versorgen.
Nach dem Ausnehmen sollte die Forelle kühl und trocken gelagert werden. Am besten eignet sich dafür eine Kühltasche oder Kühlbox mit Kühlakkus oder Eis. Der Fisch sollte dabei möglichst nicht direkt im Schmelzwasser liegen. Viele Angler legen deshalb ein Tuch oder Zeitungspapier in die Kühlbox, damit überschüssige Feuchtigkeit aufgenommen wird.
Für einen Angelausflug ist es sinnvoll, ein kleines Versorgungs-Equipment dabei zu haben. Dazu gehören vor allem ein scharfes Filetier- oder Ausnehmmesser, mit dem sich der Fisch sauber öffnen lässt. Ein Fischtöter (Priest) zum Betäuben des Fisches gehört ebenfalls zur Grundausstattung. Außerdem ist ein Kescher hilfreich, um den Fisch sicher zu landen, ohne ihn unnötig zu verletzen. Für den Transport sind eine Kühltasche, Kühlakkus und eventuell Einweghandschuhe praktisch, besonders wenn man mehrere Fische versorgen möchte.
Viele Angler führen zusätzlich ein kleines Tuch oder Küchenpapier mit, um Messer und Hände zu reinigen. Auch ein kleiner Müllbeutel kann nützlich sein, um Innereien oder Abfälle ordentlich zu entsorgen, wenn dies am Gewässer erlaubt ist.
Zusammengefasst gilt: Eine Forelle sollte möglichst schnell betäubt, ausgeblutet, gekühlt und idealerweise auch ausgenommen werden. Mit der richtigen Vorbereitung und dem passenden Equipment lässt sich die Qualität des Fisches deutlich verbessern. So bleibt die Forelle frisch und eignet sich später perfekt für die Küche.