Minimalistische Checkliste zum Forellenangeln

Rute & Rolle

  • Leichte Spinnrute (ca. 1,80–2,40 m)
  • Kleine Stationärrolle (1000–2500)
  • Schnur (mono oder geflochten)
  • Fluorocarbon-Vorfach

Köder

  • 2–3 Spinner (Größe 1–3)
  • 1–2 kleine Wobbler oder Blinker
  • Alternativ: Würmer oder Forellenteig

Terminal Tackle

  • Kleine Wirbel / Snaps
  • Haken (Größe 6–10)
  • 1–2 kleine Bleischrote

Werkzeug

  • Kescher
  • Hakenlöser oder Zange
  • Messer

Sonstiges

  • Angelschein / Erlaubnisschein
  • Maßband
  • Kleine Tasche oder Box

Angeln mit dem Bodentaster

Der Bodentaster ist eine sehr effektive Methode beim Forellenfischen, besonders dann, wenn sich die Fische eher grundnah aufhalten und auf auffällige Reize reagieren. Er wird häufig an Forellenseen eingesetzt, kann aber auch in anderen stehenden Gewässern gute Ergebnisse liefern.

Beim Aufbau wird ein spezieller Bodentaster – meist ein leichtes, ovales oder längliches Gewicht – auf die Hauptschnur gefädelt. Dahinter folgt eine Perle als Knotenschutz und anschließend ein Wirbel. An den Wirbel wird ein Vorfach gebunden, das je nach Situation etwa 60 bis 120 Zentimeter lang sein kann. Am Ende des Vorfachs sitzt ein Haken, der meist mit auftreibendem Köder wie Forellenteig oder einer Bienenmade bestückt wird.

Der entscheidende Punkt beim Einsatz des Bodentasters ist seine Funktion im Wasser: Nach dem Auswerfen sinkt das Gewicht auf den Grund, während der auftreibende Köder durch seine Schwimmfähigkeit über dem Gewässerboden schwebt. So wird der Köder genau im Sichtfeld der Forellen präsentiert, ohne dass er im Schlamm oder zwischen Hindernissen verschwindet.

Nach dem Auswerfen lässt man die Montage zunächst komplett absinken und spannt dann die Schnur leicht an. Anschließend beginnt man, den Bodentaster ganz langsam über den Grund zu ziehen. Dabei wirbelt das Gewicht feinen Schlamm oder Sediment auf, was zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugt und die Forellen neugierig macht. Wichtig ist hier ein ruhiger, gleichmäßiger Zug mit gelegentlichen kurzen Pausen.

Ein Biss macht sich oft durch ein leichtes Zupfen oder durch ein plötzliches Wegziehen der Schnur bemerkbar. Anders als bei klassischen Methoden setzt man beim Bodentaster häufig keinen harten Anhieb, sondern kurbelt gleichmäßig weiter, bis der Fisch sicher hängt.

Diese Technik ist besonders erfolgreich an kühleren Tagen oder wenn die Forellen träge sind und sich in Bodennähe aufhalten. Mit der richtigen Geschwindigkeit und einem gut präsentierten Köder kann der Bodentaster eine sehr fängige und zugleich spannende Angelmethode sein.

Angeltagebuch vom 16.3.2026

Heute Morgen, am 16. März, trafen wir uns bereits um 6:45 Uhr an einem Angelweiher unseres Fischereivereins. Der Weiher ist etwa 300 Meter lang und erreicht an seiner tiefsten Stelle ungefähr drei bis vier Meter. Es war ein frischer Start in den Tag – schätzungsweise um die fünf Grad, dazu wehte ein kalter Wind, der die Temperaturen noch kühler wirken ließ.

Vor kurzem wurden in diesem Gewässer Forellen, insbesondere Bachforellen, eingesetzt. Heute war der Tag, an dem der Weiher offiziell wieder zum Befischen geöffnet wurde. Gemeinsam mit meinen Freunden hatten wir uns vorgenommen, mit Spoons zu angeln. Farblich entschieden wir uns vor allem für rote und orange Varianten, da diese bei Forellen häufig sehr gut funktionieren.

Mein Kollege hatte relativ schnell Erfolg und konnte vier Bachforellen fangen. Kurz darauf gelang es auch mir, meine ersten zwei Bachforellen zu landen. Innerhalb der darauffolgenden Stunde konnte ich noch zwei weitere Fische fangen.

Unsere Vorgehensweise war recht simpel: Nach dem Auswerfen ließen wir die Spoons zunächst relativ lange absinken, damit sie in die tieferen Wasserschichten gelangen konnten. Anschließend zogen wir sie langsam ein, was an diesem Morgen besonders gut funktionierte.

Beim Biss setzten wir bewusst keinen klassischen Anhieb. Stattdessen kurbelten wir einfach weiter, bis sich der Fisch von selbst am Haken gehakt hatte. Diese Technik verwenden wir in unserem Team regelmäßig und sie hat sich auch heute wieder bewährt.

Nach etwa zwei Stunden hatten wir unsere Fische bereits gefangen. Damit war der Angeltag zwar kurz, aber durchaus erfolgreich – und wir konnten zufrieden den Heimweg antreten.