Der Mozzi-Blinker

Der Mozzi-Blinker ist für viele Forellenangler mehr als nur ein Stück Metall – er ist ein echter Klassiker mit Kultfaktor. Über Jahre hinweg hat sich dieser schlanke, effektiv spielende Blinker einen festen Platz in den Köderboxen erarbeitet. Wer ihn kennt, weiß: Wenn Forellen aktiv jagen oder selbst an schwierigen Tagen ein Reiz gesetzt werden muss, ist der Mozzi oft eine hervorragende Wahl.

Charakteristisch für den Mozzi-Blinker ist seine schmale, leicht gebogene Form. Sie sorgt für ein lebendiges, flankendes Laufverhalten, ohne dabei unruhig oder überdreht zu wirken. Beim gleichmäßigen Einkurbeln erzeugt er saubere Lichtreflexe und ein gleichmäßiges Taumeln – genau die Mischung, die eine flüchtende oder angeschlagene Beutefischbewegung imitiert. Diese natürliche Aktion ist einer der Hauptgründe für seine Fängigkeit.

Besonders stark spielt der Mozzi-Blinker seine Vorteile in klaren Seen und Baggerseen aus. Dort reagieren Forellen stark auf visuelle Reize. Die regelmäßigen Lichtblitze sind schon aus größerer Entfernung sichtbar und wecken die Aufmerksamkeit jagender Fische. Gleichzeitig bleibt das Laufverhalten kontrolliert und stabil, was auch bei leichtem Wind oder variabler Einholgeschwindigkeit für Sicherheit sorgt.

Ein weiterer Pluspunkt ist seine Vielseitigkeit in der Führung. Er kann klassisch gleichmäßig geführt werden, funktioniert aber ebenso gut mit kurzen Tempowechseln oder bewussten Spinnstopps. Gerade in der Absinkphase entfaltet der Mozzi seine besondere Reizwirkung: Er flattert leicht ab und simuliert ein geschwächtes Beutetier – oft genau der Moment, in dem die Forelle attackiert.

Auch im Fließgewässer zeigt der Mozzi seine Stärken. In moderater Strömung bleibt er stabil und kippt nicht unkontrolliert. An Strömungskanten, unterhalb von Wehren oder in tiefen Gumpen kann er gezielt eingesetzt werden, um aktive Fische aus der Deckung zu locken.

Sein legendärer Ruf kommt nicht von ungefähr. Viele Angler berichten, dass der Mozzi-Blinker oft dann den Unterschied macht, wenn andere Köder bereits ignoriert wurden. Vielleicht liegt es an der ausgewogenen Kombination aus Form, Gewicht und Reflexion – vielleicht auch am Vertrauen, das man in einen bewährten Klassiker setzt. Denn Vertrauen spielt beim Angeln eine größere Rolle, als man denkt.

Ob auf kampfstarke Seeforellen, standorttreue Bachforellen oder agile Regenbogenforellen im See – der Mozzi-Blinker steht für ehrliche, aktive Kunstköderfischerei. Kein unnötiger Schnickschnack, sondern ein durchdachtes Design mit klarer Funktion: Reize setzen, Aufmerksamkeit erzeugen und Bisse provozieren.

Und genau deshalb gilt er für viele als „legendär“.

Saisonstart auf Seeforelle am Walchensee

Der Walchensee, oft als das „Bayerische Meer“ der Alpen bezeichnet, ist eines der spektakulärsten Reviere für die Jagd auf die Seeforelle – die „Königin der Alpen“. Zum Saisonstart verwandelt sich der See in ein Mekka für Spezialisten, die bei oft noch eisigen Temperaturen ihr Glück versuchen.

Hier ist alles, was du für die Saisoneröffnung 2026 wissen musst:

Der Saisonstart 2026

Wichtig: Seit 2025 wurde der Saisonbeginn gesetzlich angepasst. Die Schonzeit für die Seeforelle endet am 15. März.

  • Saisoneröffnung: 16. März 2026
  • Schonmaß Seeforelle: 60 cm (Strikte Einhaltung, da der Bestand geschützt werden soll).
  • Besonderheit: Im März und April darf zudem bis 23:00 Uhr auf Aalrutten (Quappen) gefischt werden.

Die aussichtsreichsten Spots

Im zeitigen Frühjahr stehen die Seeforellen meist noch recht flach oder patrouillieren an den steil abfallenden Kanten.

  1. Urfelder Bucht: Bekannt für ihre steilen Kanten. Hier ziehen die Fische oft nah am Ufer entlang.
  2. Sachenbacher Bucht: Ein Top-Spot, da hier das Wasser oft einen Tick wärmer ist und Nahrung (Laugen/Renken) anzieht.
  3. Einmündungen (z.B. Obernachkanal): Überall dort, wo Frischwasser und Nahrung in den See gespült werden, stehen die Chancen gut.
  4. Die „Galerie“ (Südufer): Die Felskanten entlang der Straße bieten direkten Zugang zu tiefem Wasser vom Ufer aus.
  5. Niedernacher Bucht: Flachere Bereiche, in denen sich das Wasser bei Sonnenschein schnell erwärmt.

Angeltechniken

Die Seeforelle ist im kalten März-Wasser zwar aktiv, aber wählerisch.

  • Vom Ufer (Spinnfischen): * Verwende schlanke Meerforellenblinker (15–25 g) oder schwere Wobbler.
    • Führung: Extrem variabel! Schnelle Kurbelumdrehungen gefolgt von Spinnstopps. Viele Bisse erfolgen in der Absinkphase.
    • Tipp: Nutze ein langes Fluorocarbon-Vorfach, da der See extrem klar ist.
  • Vom Boot (Schleppfischen):
    • Da E-Motoren verboten sind (nur Rudern erlaubt!), ist Ausdauer gefragt.
    • Köder: Schlanke Wobbler im Dekor „Laube“ oder „Renke“ sowie das klassische Plansee-System mit echtem Köderfisch (Elritze oder kleiner Barsch).
    • Tiefe: Im März fischen Profis oft sehr flach (0,5 bis 3 Meter Tiefe), da sich die Fische im oberflächennahen, sonnenerwärmten Wasser aufhalten.

Preise & Karten (Stand 2026)

Die Kartenpreise sind stabil geblieben, können aber je nach Verkaufsstelle leicht variieren.

KartentypPreis (ca.)
Tageskarte10,00 €
Wochenkarte38,00 € (ca. 36 € mit Gästekarte)
Monatskarte130,00 €
Jahreskarte250,00 € – 300,00 €
  • Ausgabestellen: Angelbedarf Edlinger (Walchensee), K. Asenstorfer (Urfeld), oder online via Portale wie hejfish.
  • Leihboote: Kosten ca. 10 € bis 16 € pro Tag (z.B. bei Edlinger oder in Urfeld). Reservierung zum Saisonstart dringend empfohlen!

Profi-Tipp für den Walchensee

Achte auf den Wind! Bei auflandigem Wind wird das Oberflächenwasser (und damit die Nahrung) ans Ufer gedrückt. Das sind die Momente, in denen die großen „Silberbarren“ direkt unter der Rutenspitze beißen können. Pack dich warm ein – der Wind am Walchensee im März ist legendär schneidend!

Alle Angaben ohne Gewähr

Schonzeiten für Forellenartige

Bayern (Deutschland)

In Bayern gelten laut der Bayerischen Fischereiverordnung (AVBayFiG/AVBayFig) für einige forellenartige Arten folgende Schonzeiten: 

Forellenartige Fischarten

  • Bachforelle (Salmo trutta forma fario): Schonzeit 01.10. – 28.02. (26 cm Mindestmaß) 
  • Bachsaibling: Schonzeit 01.10. – 28.02. (20 cm Mindestmaß) 
  • Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss): laut verschiedenen Tabellen teils 15.12. – 15.04., aber die gesetzliche AVBayFiG gibt keine generelle Schonzeit vor – hier gilt meist die Gewässerordnung des jeweiligen Inhabers des Fischereirechts. 
  • Seeforelle und andere Seeforellenformen: je nach Gewässer oft Schonzeit in etwa 01.10. – 10.01. oder bis 28.02.(60 cm Mindestmaß). 

Kurz gesagt: In Bayern ist die Zeit von Anfang Oktober bis Ende Februar (bei manchen Regenbogenformen bis Mitte April) der Zeitraum, in dem viele forellenartige Fische geschützt sind – primär um die Laichzeit ungestört zu lassen. 

Deutschland (bundesweit)

Weil Fischereirecht in Deutschland Ländersache ist, unterscheiden sich die Schonzeiten für forellenartige Fische teils deutlich von Bundesland zu Bundesland. Eine grobe Übersicht für Forellenarten zeigt, dass folgende Zeiträume üblich sind: 

Bachforelle / Regenbogenforelle – grobe bundesweite Richtwerte

  • Baden-Württemberg: 01.10. – 28.02.
  • Bayern: 01.10. – 28.02. (Regenbogenforelle teils bis 15.03./15.04.)
  • Brandenburg: 01.10. – 15.03.
  • Bremen / Hamburg: 15.10. – 15.02.
  • Hessen / Thüringen: meist 01.10. – 31.03.
  • Mecklenburg-Vorpommern: bereits ab 15.09. – 14.03.
  • Nordrhein-Westfalen: häufig 20.10. – 15.03.
  • Schleswig-Holstein: 15.10. – 28.02.
    (Teilweise ohne Schonzeit für Regenbogenforelle in einzelnen Bundesländern). 

Fazit bundesweit: Die Herbst-/Wintermonate von Oktober bis etwa Ende Februar/März sind die gängigen Schonzeiten für Forellenbestandteile im Großteil Deutschlands – genaue Termine aber immer im jeweiligen Fischerei- oder Gewässerrecht prüfen. 

Österreich

In Österreich sind die Schonzeiten ebenfalls Landessache bzw. oft abhängig von Fischereiordnungen der Gewässerbetreiber. Es gibt keine komplett einheitliche bundesweite Regelung, aber typische Bestimmungen für forellenartige Arten lauten etwa so: 

Vorfeld-Regeln (gesetzliche Ordnungen):

  • Bachforelle (Salmo trutta fario): Schonzeit etwa 01.09./01.10. – 15.03. oder ähnlich je nach Bundesland/Seehöhe; Mindestmaß meist ~25–26 cm. 
  • Bachsaibling: Schonzeit etwa 16.09. – 15.03. (je nach Region) 
  • Regenbogenforelle: teils 01.01. –15.03. bzw. kann auch in manchen Regionen kaum oder gar keine Schonzeit haben (abhängig vom Gewässer). 
  • Seeforelle: Schonzeit regional unterschiedlich, etwa 1.10.–31.12. oder entsprechend laut Gewässer. 

Beispiele regionaler Bestimmungen:

  • In Teilen Österreichs gilt für Bachforelle eine Schonzeit 01.10. – 28.02. und für Regenbogenforelle 01.01. – 31.03.laut bestimmter Fischereivereinsordnungen. 
  • In Seen wie dem Bodensee gelten für seeforellartige Fische ebenfalls spezielle Zeiträume, z. B. 15.07. – 31.01. für Seeforelle. 

Kurzfazit Österreich: Auch hier gilt meist ein Schonzeitraum im Herbst/Winter für Forellenarten – oft von Anfang Oktober/September bis März (regional teils variierend). Genaues Datum ist von Bundesland, Gewässer und Fischart abhängig. 

Wichtige Hinweise

  • Diese Angaben stellen Richtwerte dar – die verbindlichen Schonzeiten sind in den örtlichen Fischerei- oder Gewässerordnungen festgelegt und können davon abweichen.
  • In Österreich kann der Bewirtschafter eines Gewässers strengere Schonzeiten/Mindestmaße festlegen als die Landesverordnung. 
  • In Deutschland (Bayern) beginnt die Schonzeit einzelner Forellenformen am 1. Oktober und endet meist um Ende Februar / Mitte März / Mitte April, je nach Art und Gewässerordnung. 

Alle Angaben ohne Gewähr!