Für viele Einsteiger ist der Moment, in dem eine Forelle anbeißt, besonders aufregend. Damit der Fisch im Drill nicht verloren geht, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und die Forellenrute richtig zu führen. Mit ein paar grundlegenden Regeln lässt sich die Chance deutlich erhöhen, die Forelle sicher zu landen.
Zuerst kommt der Anhieb. Wenn die Forelle den Köder nimmt, spürt man meist ein deutliches Zupfen oder einen kurzen Ruck in der Rute. Jetzt sollte man die Rute zügig, aber nicht zu stark nach oben heben. Dieser Anhieb sorgt dafür, dass sich der Haken im Maul der Forelle festsetzt.
Sobald der Fisch gehakt ist, beginnt der Drill. Dabei ist es wichtig, die Rute leicht nach oben zu halten, sodass sie unter Spannung steht. Die gebogene Rute wirkt wie eine Feder und fängt die Fluchten des Fisches ab. Die Schnur sollte dabei immer gespannt bleiben. Wird die Schnur locker, kann sich der Haken leichter lösen und die Forelle entkommt.
Ein besonders wichtiger Punkt beim Forellenangeln ist die Bremse an der Rolle. Die Bremse sorgt dafür, dass Schnur von der Rolle ablaufen kann, wenn der Fisch sehr stark zieht. Ist die Bremse zu fest eingestellt, kann die Schnur reißen oder der Haken ausschlitzen. Ist sie dagegen zu locker, zieht die Forelle zu viel Schnur von der Rolle und man verliert die Kontrolle über den Fisch.
Vor dem Angeln sollte man die Bremse deshalb richtig einstellen. Eine einfache Regel ist: Wenn man mit der Hand kräftig an der Schnur zieht, sollte die Rolle gleichmäßig Schnur freigeben, ohne ruckartig zu blockieren. Während des Drills hört man oft ein deutliches Surren der Rolle, wenn die Forelle Schnur nimmt. Das ist ein gutes Zeichen, denn so wird der Druck auf Schnur und Haken reduziert.
Forellen sind sehr kämpferische Fische und machen häufig schnelle Fluchten. Wenn der Fisch stark zieht, sollte man ihn Schnur nehmen lassen, statt mit Gewalt gegenzuhalten. Die Bremse arbeitet dabei automatisch und verhindert, dass zu viel Druck entsteht. Gleichzeitig hält man die Rute weiterhin leicht nach oben, damit die Spannung auf der Schnur erhalten bleibt.
Während des Drills sollte man versuchen, den Fisch ruhig und gleichmäßig heranzupumpen. Das bedeutet: Die Rute langsam anheben, um den Fisch näher heranzubringen, und beim Absenken der Rute gleichzeitig Schnur einkurbeln. So gewinnt man Stück für Stück Schnur zurück.
Kurz vor dem Ufer oder Kescher wird die Forelle oft noch einmal besonders aktiv. Viele Fische starten hier eine letzte Flucht. Deshalb sollte man die Bremse nicht komplett schließen und weiterhin aufmerksam bleiben. Am besten landet man die Forelle mit einem Kescher, indem man den Fisch vorsichtig über den Kescher führt und ihn dann ins Netz gleiten lässt.
Zusammengefasst gilt beim Drill einer Forelle: Ruhig bleiben, die Bremse richtig einstellen, die Schnur immer unter Spannung halten und den Fisch geduldig heranführen. Mit etwas Übung und einer gut eingestellten Rolle gelingt es auch Einsteigern, Forellen sicher zu landen und Fischverluste deutlich zu reduzieren.